Schutz gegen den Großaktionär
Commerzbank: Cobra soll kalt gestellt werden

Die Gespräche der Commerzbank mit ihren Partnern in Südeuropa über eine engere Verbindung machen offenbar Fortschritte.

gja/rob/wsje FRANKFURT/M. Die Gespräche der Commerzbank mit ihren Partnern in Südeuropa über eine engere Verbindung machen offenbar Fortschritte. Nach Angaben aus gut informierten Kreisen könnten sowohl der italienische Versicherungskonzern Generali als auch die spanische Großbank BSCH ihren Anteil von jeweils etwa fünf auf rund 10 % aufstocken. Flankiert werden sollen die höheren Beteiligungen mit Joint Ventures - zugleich ein Anreiz für die Partner, je etwa 1 Mrd. Euro für die Aufstockung aufzuwenden.

BSCH ist dem Vernehmen nach an der Bündelung der Kräfte mit der Commerzbank im Online-Banking interessiert, Generali will die bestehende Allfinanz-Kooperation absichern und strebt eine Zusammenarbeit in der Vermögensverwaltung an. Während die Gespräche mit den Italienern in dieser Woche zum Abschluss kommen könnten, sind die Kontakte mit BSCH noch weniger konkret. Der Vorstand werde erst im September darüber beraten.

Die Commerzbank erhofft sich vom Ausbau der Beziehungen offenbar einen Schutz gegen den ungeliebten Großaktionär Cobra, der sein 17 %-Paket seit Monaten verkaufen will. Zudem könnten Joint Ventures, versehen mit einem Vorkaufsrecht für den jeweiligen Partner, als "Giftpille" für Kaufinteressenten gedacht sein. Ob die Rechnung der Cobank aufgeht, wird in Bankenkreisen bezweifelt. Die Südeuropäer hatten bereits die Übernahme und anschließende Aufteilung der Bank erwogen.

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