Schutz mobiler Endgeräte
Mehr Sicherheit mittels Biometrie

Mit dem zunehmenden Einsatz von mobilen Kommunikationsgeräten für geschäftliche und private Zwecke steigen auch die Risiken. Viele Geschäftsleute lagern sensible Unternehmensdaten auf ihren Notebooks, die nicht in die falschen Hände fallen dürfen.

DÜSSELDORF. Durch das steigende Volumen an E-Commerce und M-Commerce Transaktionen finden sich nicht selten sogar Zahlungsinformationen wie Kreditkartennummern auf den mobilen Rechnern. Einen perfekten Schutz für mobile Daten bieten biometrische Sicherheitslösungen - selbst beim kompletten Verlust des Gerätes.

Wer seine sensiblen oder geheimen Daten auf dem Notebook, Smartphone oder PDA wirkungsvoll schützen will, muss sich zahlreiche unterschiedliche Passwörter merken. Das ist nicht nur unkomfortabel und aufwändig, sondern auch riskant. Wer hat nicht bereits einmal sein Passwort vergessen und verzweifelt vor dem eigenen Rechner gesessen? Abhilfe schaffen hier biometrische Sicherheitslösungen, denn sie identifizieren den Nutzer eindeutig anhand von unveränderlichen körperlichen Merkmalen, wie dem Auge oder einem persönlichen Fingerabdruck. Sie dienen als Passwort-Ersatz und gestatten nur vorher registrierten Personen den Zugriff auf die entsprechenden Dokumente.

Jahrelange Forschung

Von allen biometrischen Sicherheitslösungen ist das Konzept der Fingerabdruckerkennung am besten erforscht. Bereits seit Jahrzehnten werden Systeme zur zweifelsfreien Identifikation von Fingerabdrücken entwickelt. Mittlerweile stehen absolut akkurate und kompakte Sensoren zu moderaten Preisen zur Verfügung. Zwar sind andere Körperteile - wie die Iris und die Retina im Auge - noch unverwechselbarer von Mensch zu Mensch, die Erforschung dieser Verfahren hat aber erst in den letzten Jahren begonnen. Bis zur endgültigen Marktreife wird es also noch eine Weile dauern - zumal sich derartige Scanner schwieriger in die mobile Hardware integrieren lassen.

Schutz vor falschen Händen

Die Vorteile von Fingererkennung liegen dagegen wortwörtlich auf der Hand. Mit neuen, fortschrittlichen können die User alle ihre Passwörter durch eine Fingerabdruck-Abfrage ersetzen. Egal, ob einzelne Programme, Dokumente, Internet- und Netzwerkzugänge, Kalender oder Emails, mit der zugehörigen Software ist der Prozess in Sekundenschnelle erledigt - einfach und problemlos. Selbst beim Ausbau der Festplatte bleiben die Daten sicher.

Das Einloggen erfolgt komfortabel durch eine einzige, kurze Berührung mit dem Finger. Die Sensoren der letzten Generation sind mittlerweile erstaunlich kompakt und bieten einen fast hundertprozentigen Schutz für alle Daten. Warum haben sich Fingerabdrucklösungen bei all diesen Vorteilen also noch nicht im Massenmarkt durchgesetzt?

Verbesserte Scantechniken

Zum Teil sicherlich, weil immer noch gewisse Vorbehalte gegenüber biometrischen Verfahren bestehen. Die früheren Fingerscanner ließen sich manchmal mit einem Stück Salami, Kaugummis oder einfachsten Fingerattrappen überlisten. Hier ist die Technik ein gutes Stück voran gekommen. Neue Systeme tasten nicht mehr die Hautoberfläche des Fingers ab, sondern erfassen mittels elektromagnetischen Strahlen die charakteristischen Blutadern, Lebenslinien und Gefäßstrukturen im Inneren des Fingers. Selbst ein perfektes Gummi-Imitat des jeweiligen Fingers wird erkannt und abgelehnt.

Ein weiteres Problem war in der Vergangenheit die Integration der Sicherheitslösungen in die Hardware und Software der Gerätehersteller. Im Notebook-Markt müssen die Hersteller die Fingerprint Sensoren zum Beispiel in speziellen Kunststoff-Schalen irgendwo auf dem Gerät unterbringen. Außerdem benötigt die Elektronik des Biometrie-Scanners Platz innerhalb des Systems. Und nicht zuletzt läuft ein solcher Sensor natürlich nur mit spezifischer Software-Unterstützung, die häufig von einem weiteren Zulieferer bereit gestellt wird. Diese Komplexität - und vor allem die damit verbundenen Kosten - hat in den letzten Jahren zu einer merklichen Zurückhaltung bei den Designern und Produzenten von mobilen Endgeräten geführt. Denn kaum ein Konsument will Hunderte von Euro mehr für eine Sicherheitslösung bezahlen.

Günstige Komplettlösungen gefragt

Die wahre Herausforderung im Bereich Fingererkennung liegt dementsprechend weniger in der Entwicklung immer kleinerer Scanner, sondern viel mehr in der Integration aller Komponenten - zu einem günstigen Preis. Der Trend geht eindeutig zu kosteneffizienten Komplettlösungen, die sowohl Software-Features als auch die nötige Hardware enthalten und so den Produzenten von Notebooks die Integration der Sicherheitslösungen erleichtern. Samsung zeigt zum Beispiel mit der Integration des Fingerprint TouchPads am High-End-Notebook X10 wie elegant sich ein Finger-Sensor in die Laptop-Oberfläche einfügen kann.

Die restlichen Voraussetzungen für den Erfolg im Markt sind ebenfalls bereits erfüllt. Die Benutzeroberflächen für die Konsumenten sind intuitiv erschließbar, einfach und absolut zuverlässig. Die Fehlerquoten bei der Fingererkennung sind gleich null und auch die zugehörige Software funktioniert problemlos. Bald werden die Konsumenten erkennen, welche Sicherheit die bewährte Finger-Technologie bietet und auf die Vorteile von entsprechenden Systemen nicht mehr verzichten wollen. Und bei einer weiteren Miniaturisierung steht dem Einsatz von biometrischen Sicherheitslösungen in PDAs, Smartphones und Handys dann ebenfalls nichts mehr im Wege.

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