Schutz vor Wucherpreisen
Urteil gegen überteuerte Anbieter

Die Abzocke von Jugendlichen beim Downloaden von Handy-Klingeltönen und Logos soll künftig eingeschränkt werden. Das ergibt sich aus einem Urteil des Hamburger Landgerichts.

kel DÜSSELDORF. Wer sich Logos oder Klingeltöne für sein Handy herunterladen möchte, muss dies meist über teure 0190-Rufnummern tun. Vom Festnetz aus kann ein Anruf schon mal 1,86 Euro pro Minute kosten. Das hat bereits so manchem Jugendlichen mit dem Erhalt der Rechnung eine böse Überraschung beschert. Denn das Downloaden dauert mitunter einige Minuten. Das Urteil des Hamburger Landgerichts schiebt der Abzocke nun einen Riegel vor.

Höchstens drei Euro darf ein Anruf in Zukunft für einen Minderjährigen kosten. Dies entspricht dem Verhaltenskodex der Freiwilligen Selbstkontrolle der Telefonmehrwertdienste (FST). Demnach besteht die "allgemein sittliche Verpflichtung, Minderjährigen keine überteuerten Dienstleistungen anzubieten." Nach Auffassung des Landgerichts Hamburg handeln Unternehmen, die sich nicht an die selbst gesetzten Regeln halten, wettbewerbswidrig.

Einen Haken gibt es allerdings: Ein Anbieter, der nicht Mitglied in der FST ist, geht auch keine Verpflichtung ein - und ist somit nicht von dem Urteil betroffen.

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