Schwache Arbeitsmarktdaten
Greenspan glaubt weiter an Aufschwung

US-Notenbankchef Alan Greenspan bleibt trotz der jüngsten enttäuschenden Wirtschaftsdaten optimistisch, dass der Aufschwung kommt.

HB/dpa WASHINGTON. "Die übereinstimmenden Erwartungen, dass die Wirtschaft anzieht, sind nicht unangemessen", sagte Greenspan am Mittwoch vor dem Wirtschaftsausschuss des Kongresses in Washington. Wann aber die Wirtschaft in welchem Umfang durchstartet, sei noch nicht abzusehen.

"Die Wirtschaftsdaten der vergangenen Wochen haben die Prognosen nach meiner Einschätzung nicht grundlegend geändert", sagte Greenspan. "Nichtsdestotrotz wird die Wirtschaft weiter von starken Gegenströmungen hin- und hergeworfen." Die meisten US-Ökonomen rechnen mit einem Wachstum von rund 2,4 Prozent in diesem Jahr. Greenspan bezeichnete die jüngsten Daten zur Arbeitslosenquote (Anstieg auf sechs Prozent) und Industrieproduktion (minus 0,5 Prozent) enttäuschend. Positiv vermerkte er, dass die Produktivität im 1. Quartal um 2,3 Prozent stieg. Die Ölpreise seien seit dem Ende des Irak-Kriegs insgesamt gefallen. Den jüngsten Aufwärtstrend bezeichnete Greenspan allerdings als "Besorgnis erregend, sollte er anhalten".

Wachstum der Produktivität

"Die jüngsten Daten über Produktion und Arbeitslosigkeit waren schwach, aber die Fundamentaldaten, darunter die Erholung der Finanzmärkte und das Wachstum der Produktivität, verheißen Gutes für die Zukunft", sagte Greenspan.

Die amerikanischen Leitzinsen seien mit 1,25 Prozent niedrig genug, um Investitionen und Verbraucherausgaben anzuschieben, sagte Greenspan. Die Notenbank hatte bei ihrer Sitzung Anfang Mai zwar durchblicken lassen, dass weitere Senkungen möglich sind. Gleichzeitig warnte sie aber vor einer zu stark sinkenden Inflationsrate. Der Verbraucherpreisindex war in den zwölf Monaten bis Ende April um 1,5 Prozent gestiegen, so schwach wie seit mehr als 35 Jahren nicht mehr.

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