Schwache Auftragslage im Verarbeitenden Gewerbe lässt darauf schließen
Analysten sehen abgeflachte Dynamik der deutschen Konjunktur

Die am heutigen Freitag veröffentlichten Novemberdaten für die Auftragseingänge im deutschen Verarbeitenden Gewerbe weisen nach Ansicht der Analysten von HSBC Trinkaus&Burkhardt im Dreimonatsdurchschnitt auf eine Abflachung der konjunkturellen Dynamik in Deutschland hin. Auf den gleichen Trend würden die Stimmungsindikatoren hinweisen, schrieben die Experten in einer am Freitag in Düsseldorf veröffentlichten Studie. Während im Mai 2000 die Auftragseingänge im Dreimonatsschnitt noch um 14,2% im Vergleich zur Vorjahresperiode zugenommen hätten, habe diese Rate im November 2000 nur noch bei plus 7,5% gelegen.

dpa-afx DÜSSELDORF. Für 2001 rechnet HSBC Trinkaus&Burkhardt mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukt in Deutschland von 2,6% nach voraussichtlich plus 3,1% im Jahr 2000. Nach Ansicht des Finanzinstituts dürfte die Europäische Zentralbank ab dem zweiten Quartal auf die europaweiten Abschwächungstendenzen mit zwei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte reagieren.

Besonders signifikant habe im November die Dynamik der Auslandsbestellungen nachgelassen, hieß es in der Studie. In diesem Monat sei das Exportgeschäft im Dreimonatsschnitt nur noch um 13,5% im Vorjahresvergleich geklettert. Im Mai hatte dieser Anstieg noch 20,9% betragen. Als Grund für die Entwicklung vermuten die Analysten die sich abkühlende Konjunktur in Übersee. Vor dem Hintergrund eines Rückgangs der durchschnittlichen Dreimonatsrate bei den inländischen Auftragseingängen von plus 9,9% im Juni auf plus 3,1% im November scheine es so, dass die Inlandsnachfrage noch kein adäquates Gegengewicht zur Auslandsnachfrage habe bilden können.

Zudem verweise die Entwicklung bei den Bestellungen für Vorleistungen darauf, dass die Konjunktur im Laufe des Jahres an Fahrt verlieren dürfte, erklärten die Experten. Seien in diesem Bereich die Auftragseingänge im Juni im Dreimonatsschnitt noch um 13,6% gewachsen, habe sich dieser Zuwachs auf 6,1% im November abgeflacht, so die Bankexperten.

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