Schwache Beteiligung zeichnet sich ab
Interesse an Europawahl fällt mager aus

Nur wenige Wahlbürger schritten bis zum Mittag zu den Urnen. Selbst Kanzler Schröder glaubt nicht an eine hohe Beteiligung.

dpa BERLIN. Die Wahl zum Europarlament hat in Deutschland schleppend begonnen. Ersten Trends aus einzelnen Bundesländern zufolge gingen bis Sonntagmittag weniger Menschen zur Wahl als vor fünf Jahren. 1999 lag die Wahlbeteiligung bei 45,2 %. Kanzler Gerhard Schröder (SPD) gab seine Stimme in Hannover ab: "Ich hoffe natürlich auf eine hohe Wahlbeteiligung, bin aber skeptisch." Die Wahllokale schließen um 18.00 Uhr.

Rund 63 Mill. Deutsche sind aufgerufen, ihre 99 Abgeordneten für das Europaparlament zu bestimmen. Die Union kann mit einem deutlichen Vorsprung rechnen. 1999 kam sie auf 48,7 %, die SPD auf 30,7 %. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber sagte nach seiner Stimmabgabe, Ziel seiner CSU sei "50 plus x".

Zeitgleich zur Europawahl wird in Thüringen ein neuer Landtag gewählt. Nach Umfragen könnte die absolute CDU-Mehrheit kippen. Vor allem den Grünen werden Chancen für einen Wiedereinzug in den Landtag vorhergesagt. PDS und SPD kamen 1999 auf 21,3 und 18,5 %. In sechs Bundesländern finden zudem Kommunalwahlen statt.

Abgestimmt wird auch in 18 weiteren EU-Ländern. In sechs Ländern ist die Wahl bereits gelaufen. Erste Ergebnisse werden nach 22.00 Uhr erwartet.

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