Schwache Chipwerte drücken auf Nasdaq
Wall Street sieht nach schwachen Tagen Licht

Nach sechs Tagen mit Kursverlusten startet der Dow Jones am Dienstagmorgen im grünen Terrain. Eine halbe Stunde nach Handelsbeginn legt das Standardbarometer 85 Punkte zu. Auf die Nasdaq drücken unterdessen die schwachen Chipwerte, der Index notiert nur mit 13 Zählern im Plus.

Nachdem die Wall Street zum Wochenauftakt erneut von Kommentaren und Spekulationen aus dem konjunkturellen Umfeld dominiert war, sind es am Dienstag Zahlen, die im Vordergrund stehen. So ist das Weihnachtsgeschäft für den US-Handel nicht so schlecht aufgefallen ist wie zunächst erwartet worden war. Die Umsätze sind lediglich um 0,1 Prozent zurückgegangen. Einen stärkeren Einbruch müssen allein die Automobil- und Truck-Hersteller verkraften: Um zehn Prozent brachen ihre Verkäufe im letzten Monat ein.

Meist gehandeltes Papier ist am Morgen die Aktie von Tyco . Der Elektro- und Industriemulti hat am Morgen Quartalsergebnisse vorgelegt. Zwar hat das Unternehmen mit einem Anteilsgewinn von 74 Cent die Analystenerwartungen im ersten Quartal um zwei Cent übertroffen. Für das laufende Viertel reduziert man die Ertragserwartungen allerdings um vier Cent und reagiert damit auf die anhaltende Unsicherheit in bezug auf die kurzfristige Entwicklung vor allem der Elektrobranche. Die Aktie gibt die Gewinne aus der Montagsrally wieder ab und notiert zur Stunde mit einem Minus von sechs Prozent. Für JP Morgan ist das Papier weiterhin ein "Top Pick".

Airlines auf der Gewinnerseite

Mit einem Plus von 1,2 Prozent handelt die Aktie von Fannie Mae . Die Hypothekenbank hat die Analystenerwartungen mit einem Anteilsplus von 1,40 Dollar im abgelaufenen Quartal um einen Cent übertroffen. Die aktuell niedrigen Zinsen in den USA lassen das Unternehmen ein Gewinn-Wachstum von mehr als 20 Prozent ausweisen.

Auf der Gewinnerseite handeln am Dienstag auch die Airlines. Nach einer komplett roten Woche erfreut sich der Airline-Sektor positiver Kommentare. Die Credit Suisse First Boston stuft United Airlines auf. Sie sagen, das Unternehmen zeige erste Zeichen einer Erholung, wenngleich die Experten stutzig macht, dass United seine Mitarbeiter zu angeblich notwendigen Lohnkürzungen überreden will. Für AMR, die Holding hinter American Airlines, setzen die Analysten von CSFB und UBS Warburg die Ertragserwartungen für 2002 herauf.

Intel eröffnet Ertragssaison

Goldman Sachs stuft die Aktie von American West auf "Market Outperformer" auf, nachdem das Unternehmen dank der Unterstützung der Regierung eine verbesserte Liquidität vorweise. Goldman Sachs sagt weiter, man habe den kleinen Carrier Midwest Express unterschätzt: die Experten setzen die Erwartungen für 2001 herauf und bestätigen das Unternehmen als "Marktperformer". United Airlines gewinnt sechs, AMR fünf Prozent. American West verbessert sich um Prozent, allein Midwest Express notiert schwach behauptet.

Nach Börsenschluss eröffnet Intel die Ertragssaison für die Big Caps. Am Morgen notiert das Papier mit leichten Verlusten, obwohl sich die Analysten von Merrill Lynch positiv geben. Chip-Analyst Joe Osha rechnet damit, dass Intel die Ertragserwartungen von 12 Cent pro Aktie für das abgelaufene Quartal erfüllt oder übertrifft. Osha meint weiter, die Prognosen für 2002 seien zu niedrig, die Aktie mit einem Kursziel von 40 Dollar Kaufenswert.

Microsoft erneut mit technischen Problemen

Ebenfalls am Abend melden der Online-Auktionator Ebay, RF Micro Devices, Juniper Networks und Handspring. Aus der Riege der Tech-Werte hat sich am Morgen Checkpoint Software vorgewagt und Geschäftsergebnisse vorgelegt. Der israelische Programmierer verzeichnet eine anziehende Nachfrage und hat im vierten Quartal mit einem Gewinn von 77 Millionen Dollar oder 30 Cent je Aktie die Erwartungen des Marktes leicht übertroffen. Die Aktie verliert dennoch mehr als neun Prozent.

Erst in der zweiten Wochenhälfte meldet Microsoft Quartalszahlen, am Dienstag muss sich der Software-Riese erneut mit technischen Problemen herumschlagen. Nach einem Bericht des Wall Street Journal hat Microsoft nach wie vor Fehler in Programmen, die Hackern den Zugang zu User-Daten ermöglichen. Bereits im November hatte sich das FBI dem Fall angenommen. Obwohl sich die Lage nicht gebessert hat, legt Microsoft 0,7 Prozent zu.

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