Schwache Ergebnis-Zahlen: IBM enttäuscht Analysten

Schwache Ergebnis-Zahlen
IBM enttäuscht Analysten

Die Viertquartalszahlen der International Business Machines Corp (IBM), Armonk, haben die Analysten an Wall Street nicht zu begeistern vermocht.

vwd ARMONK. IBM hat zwar die Analystenprognosen von 1,32 $ je Aktie mit einem Gewinn von 1,33 $ je Aktie übertroffen. Vor dem Hintergrund der trüben PC-Nachfrage und des schlechter als erwarteten Abschneidens der Service-Sparte ging der Nettogewinn allerdings um zwölf auf 2,333Mrd. $ von 2,665 Mrd. $ im Vorjahreszeitraum zurück.

Während die geringe PC-Nachfrage in Anbetracht des gegenwärtigen Zustandes der gesamten Computerbranche wenig überraschend war, zeigten sich die Analysten enttäuscht über die Ergebnisse im Service-Bereich, der "Cash-Cow" des diversifizierten US-Computerherstellers. So gingen die Dienstleistungsumsätze im vierten Quartal um ein Prozent zurück, während sie im Vorjahreszeitraum noch um fünf Prozent zugelegt hatten.

Shebly Seyrafi, Analyst bei A.G. Edwards, hatte beim Service dagegen einen Zuwachs von acht Prozent erwartet. Er bezeichnete die Entwicklung in diesem Bereich als enttäuschend. John Joyce, Chief Financial Officer (CFO) von "Big Blue", erklärte, der Service-Bereich sei durch Verträge belastet worden, die gegen Ende des vierten Quartals unterzeichnet worden seien und somit erst im ersten Quartal 2002 umsatzwirksam zu Buche schlagen würden.

Der CFO, der die Analystenschätzungen für das Gesamtjahr von 4,81 $ je Aktie bestätigte, versprach für das laufende Jahr jedoch eine Verbesserung des Service-Geschäfts. In der zweiten Jahreshälfte sei mit einem prozentual zweistelligen Wachstum im Dienstleistungsbereich zu rechnen, prognostizierte Joyce.

Weniger Hardware-Umsatz

Auch die Ergebnisse des Hardware-Geschäfts riefen bei manch einem Analysten Stirnrunzeln hervor. "Der Hardware-Umsatz ist um 24 % zurückgegangen", sagte Jay Stevens, Analyst bei Buckingham Research. Dies sei unglaublich schwach. Die Hardware-Ergebnisse seien primär von dem schleppenden PC-Absatz belastet worden.

IBM-Chairman und CEO Louis Gerstner begründete den elfprozentigen Rückgang des Gesamtumsatzes auf 22,826 (25,616) Mrd $ in erster Linie mit der Performance der beiden Sparten PC und OEM (Original Equipment Manufacturing). IBM habe jedoch entsprechende Maßnahmen eingeleitet, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit in diesen beiden Bereichen zu verbessern.

IBM hatte kürzlich mitgeteilt, die PC-Produktion in den USA und Europa an den Auftragshersteller Sanmina-SCI Corp auszulagern. Er sei jedoch skeptisch, ob dieser Schritt ausreichen werde, um diesen Bereich wieder in die Profitabilität zurückzuführen, meinte Seyrafi. Bei den PC gehe es seit vier Quartalen in Folge bergab. Er sei gespannt, wie IBM die Profitabilität dieses Bereichs stützen wolle.

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