Schwache Ergebnisse und Prognosen
Cisco Systems enttäuscht Wall Street

Die Cisco Systems Inc., der weltgrößte Computernetzausrüster, hat die Wall Street mit einem niedrigen Quartalsgewinn und-umsatz als erwartet und mit schwachen Umsatzprognosen für das laufende Quartal stark enttäuscht. Deshalb sind die Cisco-Aktien am Mittwoch morgen um 3,75 $ oder 10,5 % 32,00 $ abgesackt.

dpa NEW YORK/SAN JOSE. Die Cisco-Aktie, einer der spektakulärsten und längsten Höhenflieger an der Wall Street, hatte innerhalb der vergangenen zwölf Monate bereits rund 43 % an Wert verloren.

Cisco Systems gilt als Symbol der Internet-Branche und der "Neuen Wirtschaft", da seine Router in 75 % aller auf das Internet ausgerichteten Computernetze zu finden sind.

Cisco erwartet für das laufende dritte Quartal des Geschäftsjahres einen stagnierenden bis fünf Prozent rückläufigen Umsatz. Das hat es bei Cisco noch nie gegeben. "Dieses Quartal stellte eine noch größere Herausforderung dar als wir erwartet hatten", erklärte Konzernchef John Chambers. Er hofft, dass es im zweiten Halbjahr 2001 wieder besser aussehen wird und gab sich für die Geschäftsaussichten in den kommenden drei bis fünf Jahre optimistisch.

Cisco setzte in dem am 27. Januar beendeten zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 6,75 Mrd. $ um oder 55 % mehr als in der Vorjahresvergleichszeit. Dies teilte die Gesellschaft am Dienstag nach Börsenschluss mit. Die Wall Street hatte jedoch mit einem Umsatz von rund 7,1 Mrd. $ gerechnet. Der Umsatz des vorangegangenen Quartals wurde damit nur noch minimal um 3,5 % übertroffen.

Niedrigere Aufträge

Das Unternehmen litt unter niedrigeren Aufträge von Seiten jüngerer Telekomunternehmen und der Industriefirmen. Die Lagerbestände wuchsen scharf an. Während sich die schwächere US-Wirtschaft auszuwirken beginn, läuft das internationale Cisco - Geschäft weiter hervorragend. Andere Netzwerkausrüster wie Juniper Networks machen Cisco nach Meinung einiger Branchenkenner zunehmend zu schaffen.

Cisco verbuchte im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Gewinn von 874 (816) Mill. $. Cisco verdiente unter Ausklammerung von gewinnmindernden Sonderfaktoren wie Auswirkungen von Firmenaufkäufen und 1,33 Mrd. $ oder 48 % mehr als im zweiten Quartal des Vorjahres. Das entsprach 18 Cents je Aktie. Die Wall Street hatte mit einem Gewinn von 19 Cents je Aktie gerechnet.

Cisco hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2000/2001 seinen Umsatz massiv um 60 % auf 13,27 Mrd. $ (27,9 Mrd. DM/14,3 Mrd. Euro) erhöht. Der Rückschlag begann offensichtlich erst Anfang Dezember. Timothy Lake von der Investmentbank Lehman Brothers hat seine Cisco-Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr nach Angaben der US- Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg von 31,2 Mrd. $ auf nur noch 28,9 Mrd. $ reduziert.

Der Gewinn betrug in dem am 27. Januar beendeten Sechsmonatsabschnitt 1,67 (Vorjahresvergleichszeit: 1,23) Mrd. $. Unter Ausklammerung von Sonderfaktoren stieg der Halbjahresgewinn um 57 % auf 2,69 Mrd. $.

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