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Schwache Eröffnung erwartet

Die Futures zeigen einheitlich ins Minus. Kein Wunder, denn gestern nach Börsenschluss hagelte es eine Gewinnwarnung nach der nächsten. Die Software-Unternehmen Inktomi, Broadvision und Ariba haben schlechter als erwartete Quartalsergebnisse angekündigt.

Der Nasdaq Composite Index hat den ersten Handelstag im zweiten Quartal auf dem tiefsten Stand seit Oktober 1998 beendet. Neuer Druck kommt heute aus dem B2B-Sektor. Ariba wird sowohl die Gewinn- als auch die Umsatzschätzungen im zweiten Quartal voraussichtlich deutlich verfehlen. Als Gegenmaßnahme hat das Management angekündigt, dass 700 Mitarbeiter entlassen werden sollen. Das entspricht einem Drittel der Belegschaft. Zudem hat Ariba die Übernahme von Agile Software abgeblasen.

Kaum besser ergeht es Broadvision. Der Hersteller von e-Commerce Software wird die Prognosen für das erste Quartal ebenfalls nicht erfüllen. Auch das Unternehme entlässt Mitarbeiter. Broadvision plant, 325 Arbeitsplätze zu streichen, wodurch 15 Prozent der Belegschaft betroffen werden. Das Unternehmen hat Absatzprobleme in den USA. In Europa und Asien wird das Unternehmen die Planzahlen weitestgehend erfüllen.

Inktomi ergeht es ähnlich: Für das laufende Quartal erwartet der Hersteller von Software, die eine schnellere Datenübertragung im Internet ermöglicht, einen Verlust in Höhe von 23 bis 25 Cents pro Aktie. Die ursprünglichen Konsensschätzungen lagen bei einem Verlust in Höhe vier Cents pro Aktie. Um die Verluste nicht weiter ausufern zu lassen, plant Inktomi, 250 Angestellte und damit knapp 25 Prozent der gesamten Arbeitnehmer zu entlassen. In einer ersten Reaktion hat das Brokerhaus Lehman Brothers das Kursziel für Inktomi zwar halbiert. Dennoch bleiben die Analysten bei ihrer Einstufung "aggressiv kaufen".

Vorbörslich schwächer notiert Xerox. Der größte Hersteller von Kopierern verschiebt die Abgabe des Jahresberichts für die Börsenaufsicht. Wie Xerox mitteilt, hat der Rechnungsprüfer angeordnet, dass die Buchhaltungspraktiken vorerst näher begutachtet werden sollen. Die Credit Suisse First Boston bezeichnet die Aktie zudem als überbewertet. Nach Meinung der Analysten könnte der Kurs auf drei bis vier Dollar fallen. Xerox wird weiterhin mit "halten" bewertet.

Milliardär Warren Buffett bewegt Aktienkurse. Der Großaktionär hat in mehrere amerikanische Unternehmen investiert. Zu den Auserwählten gehört The Gap. Buffetts Firma Berkshire Hathaway hat 204 Millionen Dollar für acht Millionen Aktien bezahlt. Weiterhin hat Buffett 181 Millionen Dollar für Wells Fargo und 181 in das Elektrizitätsunternehmen GPU investiert.

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