Schwache Euro drückt die Stimmung
Euro-Renten verharren nahe Vormittagsniveau

Die börsennotierten Bundeswertpapiere gaben am Montag im Kassavergleich zumeist nach.

Reuters FRANKFURT Die Kurse der richtungweisenden europäischen Zinsfutures haben am Montag zur Geschäftsmitte angesichts anhaltender Spekulationen um den Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung in der Euro-Zone nahe ihres niedrigen Vormittagsniveaus verharrt. Händlern zufolge belastete zudem das in dieser Woche anstehende hohe Volumen neuer Staatsanleihen von schätzungsweise mehr als elf Milliarden Euro sowie erwartete Emissionen zur Finanzierung der UMTS-Lizenzen den Markt. Zudem drücke der weiterhin schwache Euro die Stimmung. Der Euro-Bund-Future notierte gegen 14.35 Uhr MESZ mit minus zwölf Ticks bei 105,65 Punkten.

Der Bobl-Future verlor acht Ticks auf 103,07 Punkte. Am kurzen Ende gab der Schatz-Future um drei Ticks auf 101,31 Punkte nach. Zur Kasse notierte die zehnjährige Bundesanleihe Juli 2010 mit 100,650 (Freitag 100,62) Prozent. Sie rentierte auf diesem Niveau mit 5,18 Prozent.

Die börsennotierten Bundeswertpapiere gaben am Montag im Kassavergleich zumeist nach. Die Umlaufrendite öffentlicher Anleihen stieg auf 5,25 von 5,21 Prozent am Freitag. Der Rex-Rentendindex fiel um 0,17 Prozent auf 110,0289 Zähler. Fünf gehandelte Papiere verbesserten sich auf um bis zu 0,24 Prozentpunkte, 88 Papiere gaben bis zu 0,26 Prozentpunkte nach. Die Bundesbank kaufte in Frankfurt zum Marktausgleich Anleihen im Volumen von 38,5 (Freitagskäufe 35,8) Millionen Euro.

Der Termin einer nächsten Erhöhung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank (EZB) beschäftigt nach Angaben von Händlern weiterhin den Markt. Allerdings stehe zunächst einmal das Zinstreffen der US-Notenbank (Fed) am Dienstag der kommenden Woche im Mittelpunkt des Interesses. Zudem warteten die Akteure auf die anstehenden Emissionen der neuen fünfjährigen Bobls im Volumen von fünf Milliarden Euro. Frankreich plane zusätzlich die Ausgabe neuer Papiere im Volumen von schätzungsweise drei Milliarden und Italien von 3,25 Milliarden Euro.

Die anhaltende Schwäche des Euro, der nach einem Anstieg bis 0,9140 Dollar Ende vergangener Woche wieder auf Kurse knapp über 0,90 Dollar nachgab, wirke sich weiterhin belastend auf die Stimmung am Markt aus. Gegen 14.35 Uhr MESZ kostete die Währung 0,0915/20 Dollar.

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