Schwache Inlandsnachfrage
Buderus rückt von der Jahresplanung ab

Der Wetzlaer Heizungstechnik-Spezialist Buderus hat angesichts eines schwachen Inlandsgeschäfts im dritten Quartal Einbußen bei Umsatz und Ergebnis verzeichnet. Für das Gesamtjahr rückte die Gesellschaft von ihren bisherigen Planungen ab.

Reuters FRANKFURT. Der Konzernumsatz sei von Juli bis September auf 532 Millionen Euro von 549 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum zurückgegangen, teilte die im Nebenwerteindex MDax gelistete Gesellschaft am Mittwoch mit. Dabei habe Buderus vor allem die zögerliche Bereitschaft vieler deutscher Haushalte, in neue Heizungssysteme zu investieren, zu spüren bekommen. Das Vorsteuerergebnis sei auf 65 (Vorjahr 81) Millionen Euro, der Gewinn nach Steuern auf 43 (49) Millionen Euro gesunken.

Da auch im vierten Quartal keine Belebung der Inlandsnachfrage zu erwarten sei, rückte Buderus von seiner Planung für das Gesamtjahr ab, bei Umsatz und Vorsteuergewinn das Niveau des Vorjahres zu erreichen. Für 2002 erwarte die Firma nunmehr einen um rund vier Prozent unter dem Vorjahreswert von 1,9 Milliarden Euro liegenden Konzernumsatz. Die Vorsteuerrendite dürfte sich auf knapp neun Prozent belaufen. 2001 erzielte Buderus einen Gewinn vor Steuern von 186 Millionen Euro, was einer Vorsteuerrendite von rund 9,6 Prozent entsprach. Bereits bei der Vorlage der Halbjahreszahlen im August hatte Vorstandschef Uwe Lüders dass Erreichen der Jahresplanung als schwierig bezeichnet.

Für 2003 zeigte sich Buderus indes optimistischer. Da sich der Austausch von Heizkesseln nicht beliebig verzögern lasse, werde im kommenden Jahr ein Nachholeffekt einsetzen. Zudem seien unter anderem durch Kostensenkungen und neue Produkte in der Heiztechnik Voraussetzungen für eine Ergebnisverbesserung geschaffen worden.

Obwohl die konjunkturelle Schwäche alle Absatzmärkte erfasse, leide der Heizungstechnik-Spezialist derzeit vor allem im Hauptabsatzmarkt Deutschland unter der Investitionszurückhaltung der privaten Haushalte. Während der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten um vier Prozent auf 1,36 Milliarden Euro zurückgegangen sei, sei das Geschäft im Inland mit 854 Millionen Euro um sechs Prozent rückläufig gewesen. Das Auslandsgeschäft habe hingegen dank einer anziehenden Nachfrage nach Heizungsprodukten um ein Prozent auf 510 Millionen Euro zugelegt.

Der mengenbedingt niedrigere Konzernumsatz und die damit verbundene schlechtere Kapazitätsauslastung haben sich den Angaben zufolge auch auf der Ergebnisseite niedergeschlagen. Zudem seien Sonderbelastungen wie Anlaufkosten für eine neue Bremsscheibengießerei sowie für fünf neue Heiztechnikniederlassungen angefallen. Der Gewinn vor Steuern sei in den ersten drei Quartalen um 20 Prozent auf 110 Millionen Euro, der Gewinn nach Steuern um zwölf Prozent auf 73 Millionen Euro geschrumpft. Die knapp 9700 Mitarbeiter zählende Gesellschaft bietet neben Heizungsprodukten auch Guss- und Edelstahlerzeugnisse an.

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