Schwache Konkunktur und kalter Winter
Zahl der Arbeitslosen blieb im Februar unter 4,3 Mill.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar knapp unter 4,3 Mill. geblieben und damit saisonbedingt deutlich schwächer gestiegen als noch in den Vormonaten.

dpa BERLIN/NÜRNBERG. Dies sind rund 10 000 Arbeitslose mehr als als im Januar und 185 000 mehr als vor einem Jahr. Der Anstieg fiel damit auch schwächer aus als er von Arbeitsmarkexperten prognostiziert worden war. Die Fachleute waren noch in den vergangenen Tagen von einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen auf Werte zwischen 4,315 und 4,32 Mill. ausgegangen. Ungeachtet dessen erreichte die Erwerbslosenzahl im zurückliegenden Monat das höchste Niveau seit 1999.

Die offiziellen Zahlen will an diesem Mittwoch der Vizepräsident der Bundesanstalt für Arbeit, Heinrich Alt, vorlegen. Präsident Bernhard Jagoda, der nach Berufung von Florian Gerster zum künftigen Vorstandsvorsitzenden der Bundesanstalt für Arbeit Mitte März aus dem Amt ausscheidet, hat dem Vernehmen nach die Aufgabe seinem Stellvertreter übertragen.

Arbeitsmarkt-Experten machen für die anhaltende Verschlechterung der Arbeitsmarktlage zur einen Hälfte die schwache Konjunktur, zur anderen Hälfte den kalten Winter verantwortlich. In der Winterzeit neigten vor allem Baufirmen, Gärtnereien und saisonabhängige Fremdenverkehrsbetriebe zum Abbau von Personal, um im Frühjahr Mitarbeiter neu einzustellen.

Dennoch ist für die Experten beim Anstieg der Arbeitslosenzahlen das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. "Wir sehen die saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen erst zur Jahresmitte auf dem Höchststand", meinte der Arbeitsmarkt-Experte eines süddeutschen Wirtschaftsforschungs-Instituts.

Frost und die Konjunkturkrise hatten im Januar die Arbeitslosigkeit auf den höchsten Stand seit Januar 2000 getrieben. Zum Jahresbeginn 2002 waren nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeit (BA) bundesweit 4,289 Mill. Menschen ohne Arbeit gewesen. Das waren 326 400 mehr als im Dezember 2001 und 196 700 mehr als im Januar 2001. Schon der Januar hatte damit den größten Anstieg der Arbeitslosigkeit seit Dezember 1997 gebracht.

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