Schwache Märkte
Gewinnrückgang bei Ciba

Der Spezialchemiekonzern Ciba hat am Donnerstag ein Quartalsresultat im Rahmen der Erwartungen ausgewiesen und hält an seinen mittelfristigen Ertragszielen fest.

rtr BASEL. Das Jahr 2002 könnte allerdings, vor allem in der ersten Hälfte, nicht ganz so gut laufen wie früher erwartet und das Ziel von sechs Prozent Umsatzwachstum möglicherweise nicht erreicht werden, sagte Konzernchef Armin Meyer am Donnerstag zu Reuters. Das Ergebnis dürfte jedoch über dem des Jahres 2001 zu liegen kommen.

Für das erste Quartal nannte Ciba gegenüber dem Vorjahresquartal einen Gewinnrückgang von acht Prozent auf 108 Mill. sfr. Der Umsatz ermässigte sich auf 1,806 Mrd. sfr, was ein Minus von sechs Prozent in Franken und von vier Prozent in Lokalwährungen darstellte. Das Betriebsergebnis (EBITDA) sank um elf Prozent auf 300 Mill. sfr, die Marge lag bei 16,6 nach 17,5 % im Vorjahresquartal.

Das erste Quartal 2002 erfülle die Erwartungen, hiess es bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Die Ciba-Aktien verloren bis Mittag an der etwas leichteren Börse 0,6 % auf 124 sfr.

Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatzminus von 6,5 % auf 1,8 Mrd. sfr und einem Gewinnrückgang von 5,9 % auf 111 Mill. sfr gerechnet. Das EBITDA traf die Schätzung mit 300 Mill. sfr genau.

Im Vergleich zum letzten Quartal 2001 stieg der Gewinn den Ciba-Angaben zufolge um 37 %. "Wir sind ermutigt durch den Wiederaufschwung bei den Verkäufen und der Profitabilität von den Tiefs im vierten Quartal," sagte Konzernchef Meyer dann auch. "Wir halten an unseren Zielen fest", so Meyer weiter.

Ciba strebt ein Umsatzwachstum von sechs Prozent pro Jahr an und will bis 2005 eine EBITDA-Marge von 20 % und einen jährlichen freien Cash Flow von einer Milliarde sfr erreichen. Das Wachstumsziel gelte über den ganzen Zyklus, sagte Meyer weiter. Er ergänzte jedoch: "Ich wäre überrascht, wenn wir diesen Wert (in diesem Jahr) erreichen; aber wir werden sehen, es hängt davon ab, wie schnell die allgemeine Erholung kommt."

Die globalen Märkte waren laut Ciba im ersten Quartal nach wie vor schwach. Trotzdem hätten die makroökonomischen Bedingungen gewisse Zeichen der Stabilisierung gezeigt. Es sei zu erwarten, dass die wirtschaftlichen Bedingungen während des zweiten Quartals 2002 weiterhin schwächer als in der Vergleichsperiode 2001 ausfallen dürften, was im ersten Halbjahr 2002 verglichen mit dem ersten Halbjahr 2001 zu einem tieferen Umsatz und tieferen Margen führen dürfte.

Für das Gesamtjahr 2002 erwarte Ciba gegenüber dem Vorjahr weiter einen Anstieg von Umsatz und Gewinn. Dies setze aber voraus, dass sich die Wirtschaft im weiteren Jahresverlauf in den USA und anschliessend auch in Europa erholt und die Wechselkurse verhältnismässig stabil bleiben.

"Der Konzernchef erwartet eine Umsatzerholung im zweiten Halbjahr, das ist eine mehr oder weniger positive Nachricht für Ciba," sage ein Analyst bei Credit Lyonnais. Beat Alpiger von der Bank Julius Bär relativierte: "Alle hoffen auf eine Verbesserung in der zweiten (Jahres)Hälfte". Ciba teilte weiter mit, der Konzern habe die Flammschutzmitteltechnologie der niederländischen DSM übernommen. Mit dem Erwerb könne Ciba sein Angebot an Kunststoffadditiven erweitern. Zudem sei eine Zusammenarbeit zwischen Ciba und DSM Research in der Entwicklung von innovativen Flammschutzlösungen auf Melaminbasis geplant, hiess es. Finanzielle Einzelheiten der Übernahme wurden nicht genannt.

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