Schwache Nasdaq belastet
Neuer Markt geht leichter in den Handel

Die Nemax-Indizes nähern sich weiter der 1 000-Punkte-Marke. Unter Druck stehen insbesondere die Papiere von Broadvision und Kinowelt. Kinowelt-Papiere sind in der Hand von "Daytradern"

dpa-afx FRANKFURT. Der Neue Markt ist knapp behauptet in den Donnerstagshandel gestartet. Der Nemax 50 fiel um 0,35 % auf 1 070,61 Stellen und damit gerade einmal 40 Punkte vom Jahrestief bei 1 029,73 Zählern entfernt. Der Nemax All Share stand um 9.10 Uhr auf 1 116,33 Punkten und verlor damit 0,13 %. Die Börsen in den USA hatten schwach geschlossen. Auslöser für die Verluste an der US-Computerbörse Nasdaq war eine Gewinnwarnung des Chip-Produzenten Advanced Micro Devices (AMD) für das dritte Quartal.

"Bis zur Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Nachmittag erwarten wir einen ruhigen Handel", sagte ein Händler in Frankfurt. Eine Zinssenkung von 0,25 % sei in den Kursen bereits eingepreist. "Auf ein halbes Prozent wagen wir kaum zu hoffen", sagte er.

Unter Druck standen die Papiere des E-Commerce-Softwareherstellers Broadvision. Nachdem die Aktien am Vortag an der Nasdaq um 8 Prozent gefallen waren, notierten die Titel in Frankfurt um 14,63 Prozent leichter auf 1,75 Euro.

Weitere 10 Prozent auf 0,81 Euro verloren die Aktien der Kinowelt Medien AG ab und fielen damit auf ein neues Jahrestief. Die Gerüchte um die offensichtlichen Schwierigkeiten reißen am Tag vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen nicht ab. In der Donnerstagsausgabe berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Branchenkreise von einem möglichen Verkauf der profitablen DVD-Sparte, dem Tafelsilber des Unternehmens.

Nennenswerte Umsätze erzielte die Brokat Technologies AG, deren Aktien bei etwa 40 000 gehandelten Stücken um 3,57 Prozent auf 1,35 Euro nachgaben.

Die Aktien der Splendid Medien AG legten um 13,33 Prozent auf 3,57 Euro zu, nachdem der Kölner Rechtehändler den Verkauf eines Filmepakets an die Kirch-Gruppe gemeldet hatte.

Die Aktien der Telesens KSCL AG sanken um 4,35 Prozent auf 2,20 Euro. Zuvor hatte das Unternehmen die Halbjahresergebnisse bekannt gegeben: Der Hersteller von Telekommunikations-Software setzte 47,7 Mill. Euro um. Gleichzeitg bekräftigte das Unternehmen sein Ziel, im Gesamtjahr 2001 einen Umsatz von 120 bis 125 Mill. Euro zu erreichen.

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