Schwache PC-Chipnachfrage
AMD mit hohem Verlust

Der amerikanische Chiphersteller Advanced Micro Devices Inc. (AMD) hat im zweiten Quartal 2002 auf Grund der schwachen Nachfrage nach PC-Chips und der brutalen Preiskämpfe mit seinem Hauptkonkurrenten Intel einen hohen Verlust verbucht.

HB SUNNYVALE. AMD verwies auf den schlechter als erwarteten PC-Markt, vor allem in Nordamerika und Europa. Dies habe zu einer schwachen Mikroprozessoren-Nachfrage in einem sehr umkämpften Markt geführt, erklärte AMD-Finanzchef Robert J. Rivet.

AMD hat für das zweite Quartal 2002 einen Verlust von 184,9 Mill. $ oder 54 Cents je Aktie ausgewiesen gegenüber einem Gewinn von 17,3 Mill. $ oder fünf Cents je Aktie im zweiten Quartal 2001. Der AMD-Umsatz brach um 39 % auf nur noch 600,3 Mill. $ (594,3 Mio Euro) ein, teilte AMD am Mittwoch nach Börsenschluss mit.

Die in Sunnyvale (Kalifornien) ansässige Gesellschaft hat im ersten Halbjahr 2002 einen Umsatzrückschlag von 31 % auf 1,5 Mrd. $ verbucht. Der Halbjahresverlust betrug 194,1 Mill. $ gegenüber einem Gewinn von 142,2 Mill. $ in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Der Verlust pro Aktie erreichte im Januar-Juni-Abschnitt 57 Cents, während AMD im entsprechenden Vorjahresabschnitt 43 Cents je Aktie verdient hatte.

Der einzige Lichtblick waren Flash-Memory-Produkte für Hochleistungs-Handys. Der PC-Chip-Umsatz fiel hingegen im zweiten Quartal um 35 % auf nur noch 380 Mill. $. Es gab gegenüber den vorangegangenen drei Monaten sogar einen Rückschlag um 44 %. Der Absatz an Chips für Desktops war rückläufig. Die Auslieferungen von Chips für mobile Rechner stagnierte.

AMD erwartet für das dritte Quartal 2002 gegenüber den vorangegangenen drei Monaten einen bescheidenen Umsatzanstieg und einen weiteren Verlust. Die Gesellschaft geht von höheren Umsätzen für Flash-Memory-Produkte aus. Der PC-Chip-Absatz dürfte saisonalen Trends folgen, die normalerweise einen Anstieg gegenüber dem zweiten Quartal zeigen.

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