Schwache US-Vorgaben und T-Aktie belasten
Dax nur noch knapp im Minus

Schwache US-Vorgaben und der Kursverlust bei der Telekom haben zur Wochenmitte das wichtigste deutsche Börsenbarometer DAX am Vormittag im Minus gehalten. Der Dax verringerte zuletzt jedoch mit einem Minus von 0,19 % auf 4 535 Punkte die frühen Verluste.

vwd/dpa FRANKFURT. Minuszeichen auch für den Auswahlindex Nemax 50 am Neuen Markt: Der Index näherte sich der 1 000-Punkte- Marke und stand gegen 10.30 Uhr erneut bei 1 029 Stellen, ein Minus von 0,15 %. Der MDax, in dem die 70 mittelgroßen Standardwerte gelistet sind, verlor 0,07 % auf 4 107 Stellen.

Der Chicago-Einkaufmanagerindex in den USA am Nachmittag könne allerdings wieder jede Hoffnung auf Stabilisierung vernichten. Auch der starke Rückgang des deutschen Großhandelsumsatzes im September sei ein schlechtes Signal für die Wirtschaft, heißt es. Die bereits vorbörslich veröffentlichten Unternehmensdaten lieferten kaum positive Impulse. Händler bezeichnen die Zahlen der Deutschen Telekom zum dritten Quartal als enttäuschend. Der Umsatz liege im Rahmen der Erwartungen, das Nettoergebnis jedoch darunter. Damit verbuchte die Telekom im dritten Quartal auch einen höheren Verlust als von Analysten prognostiziert. Deutsche Telekom geben 1,4 % auf 17,30 Euro ab.

Der Technologiesektor, der am Vortag bereits deutlich verloren hat, zeigt sich uneinheitlich. Unter Druck stehen Epcos, während Siemens , die im frühen Handel von den schlechten Alcatel-Zahlen belastet wurden, sich wieder erholen und derzeit mit einem Plus von 0,9 % auf 52,34 Euro notieren. Siemens erhielten einen Großauftrag aus USA. Infineon erholen sich sich von den starken Vortagesverlusten und steigen um 2,9 % auf 16,12 Euro.

Die Deutsche Telekom hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Verlust nach Goodwill-Abschreibungen und UMTS- Kosten von 1,1 Mrd. Euro verzeichnet. Die Aktie büßte am Mittwochvormittag in einem schwachen Börsenumfeld 2,39 % auf 17,13 Euro ein.

FMC als Tagesverlierer

Nach unten geht es bei Metro , die 0,9 % auf 37,10 Euro abgeben. Händler werten die Quartaldaten zwar als "relativ positiv". Der Umsatz liege am unteren Ende der Erwartungen, doch sei das EBIT etwas über den Schätzungen ausgefallen. Der Ausblick lese sich ebenfalls recht gut, urteilen Marktteilnehmer. "Sell on gut News", erklären Händler, die auf die Gewinne des Vortages verweisen.

"Synergieeffekte von rund 128 Mill. Euro jährlich sind doch mal eine gute Nachricht", kommentiert ein Händler eine Meldung des Handelsblatts vom Morgen. Demnach werden drei Großbanken die größte Hypothekenbank Deutschlands und eines der führenden Institute in der Immobilienfinanzierung in Europa schaffen, heißt es. Nach Presseinformationen haben sich Commerzbank, Deutsche Bank und Dresdner Bank darauf geeinigt, ihre Hypo-Töchter zusammenzulegen. Das neue Institut solle Eurohypo heißen und auf eine Bilanzsumme von rund 240 Mrd. Euro kommen. Davon profitiere die börsennotierten Institute, aber auch die nicht beteiligte Hypo-Vereinsbank gewinnt.

Wegen der Gewinnwarnung vom Vortag sind FMC weiter unter Druck und zeigen sich mit minus 5,4 % als Tagesverlierer. Die Belastungen durch Rechtsstreitigkeiten seien deutlich höher als erwartet, meinen Händler. Einige Brokerhäuser sorgten mit Herabstufungen für schlechte Presse. VW reiten weiter auf ihren guten Quartalszahlen und steigen um 3 %. BMW profitierne von einer Empfehlung einer deutschen Bank, Daimler-Chrysler in BMW zu tauschen. Zudem hat sich der Münchener Konzern mit Steyr über die Produktion des neuen Geländewagens X3 geeinigt.

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