Schwache Vodafone-Zahlen trüben die Stimmung
Europäische Börsen tendieren mehrheitlich leichter

Die europäischen Börsen haben am Dienstag bei umsatzschwachem Handel mehrheitlich leichter notiert. Die unerwartet schwachen Zahlen des britischen Telekommunikationskonzerns Vodafone trübten Händlern zufolge europaweit die Stimmung an den Aktienmärkten und belasteten vor allem Telekomwerte.

rtr FRANKFURT/MAIN. Nach dem Feiertag in Großbritannien und den USA sei der Handel jedoch eher schleppend angelaufen. Impulse würden im Tagesverlauf von dem Handelsauftakt in den USA erwartet.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz notierte am Nachmittag 0,40 % tiefer bei 4 301 Zählern, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 0,42 % auf 4 493 Punkte fiel.

Die wichtigsten US-Future-Indizes notierten kurz vor Handelsauftakt an der Wall Street nach dem langen Wochenende mit geringen Abschlägen. Der S&P500-Future verlor lediglich 0,3 Punkte auf 1 278 Punkte, und der Nasdaq-Future gab 16,5 Zähler ab auf 1 952. Am Freitag hatten die New Yorker Aktienmärkte schwächer geschlossen. Der Dow-Jones-Index war 1,05 % tiefer bei 11 005 Punkten aus dem Handel gegangen, die Technologiebörse Nasdaq hatte 1,36 % auf 2 251 Punkte abgegeben.



London - Von Vodafone-Zahlen belastet

Die Londoner Börse präsentierte sich nach dem Feiertag bei ruhigem Handel leichter. Der FTSE-Index notierte 0,55 % im Minus bei 5 857 Zählern. Vor allem Telekommunikationswerte gerieten Händlern zufolge unter Abwärtsdruck, nachdem das Vodafone überraschend schwache Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt hatte. Die Titel des Konzerns gaben 3,2 % auf 189 Pence ab. Die Titel der Mineralölkonzerne konnten nach Händlerangaben dagegen von der Erwartung steigender Ölpreise profitieren. BP-Papiere legten 0,8 % auf 633 Pence zu.



Zürich - Bei ruhigem Geschäft leichter

Die Schweizer Börse hat bei ruhigem Geschäft etwas nachgegeben. Der Markt warte auf weitere Impulse aus den USA, sagten Händler. Bei den meisten Werten hielten sich die Ausschläge in engen Grenzen. Am Mittag notierte der SMI-Index mit 0,7 % im Minus bei 7 607 Punkten. Nach Tagen massiven Ausverkaufs konnten sich die Papiere der Medzintechnik-Unternhemen Sulzer und Sulzer Medica mit plus 4,3 und plus 8,23 % etwas erholen. Händler begründeten dies jedoch vor allem mit technischen Faktoren. Die Werte blieben weiter unsicher.

Paris - Vor allem wegen Technologiewerten leichter

Die Pariser Börse ist nach freundlichem Handelsauftakt bis zum Nachmittag ins Minus gedreht. Der Blue-Chip-Index CAC 40 notierte 0,5 % leichter bei 5 577 Punkten. Die Liste der Verlierer wurde von dem Chiphersteller ST Microelectronics angeführt, dessen Aktien 2,53 % verloren. Prognosen über zu erwartende Rückgänge bei der Nachfrage nach PCs und Handys belasteten die Papiere des Unternehmens, sagten Händler. Auch das Mobilfunkunternehmen Orange sei daher unter Druck geraten. Die Papiere gaben über 2 % nach.



Mailand - Im Minus trotz Gewinnen bei Energie-Titeln

Die italienischen Aktienwerte gaben bis zum Nachmittag mehrheitlich nach. Der Mib 30-Index fiel um 0,4 % auf 39 768 Punkte. Verluste bei italienischen Telekommunikations-Papieren nach den schlechten Vodafone-Zahlen hätten Gewinne bei Energieversorgern überlagert, sagten Händler. Die Papiere des staatlichen Energieunternehmens Enel legten um 2,4 % auf 3,75 Euro zu, was Händler mit den Aussichten auf einen baldigen Verkauf eines der Töchterunternehmen von Enel begründeten.

Madrid - Minus mit Abschlägen bei Schwergewichten

Die Börse in Madrid gab im Verlauf bei ruhigem Geschäft etwas nach. Der Ibex 35-Index notierte 0,8 % im Minus bei 9468 Zählern. "Der Markt wartet auf eine klare Richtungsvorgabe aus den USA", sagte ein Händler. Daher seien die Umsätze eher bescheiden. Indexschwergewicht Telefonica rutschte nach einer kurzen Rally in negatives Terrain. Die Titel des Telekommunikationskonzerns fielen um 0,2 % auf 17,9 Euro. Die schwergewichtigen Titel der Banken BBVA und Banco Santander verzeichneten ebenfalls leichte Abschläge. Die Werte gaben 0,4 beziehungsweise 0,2 % nach.

Amsterdam - Kaum bewegt und von Technik geprägt

Die niederländischen Aktienwerte zeigten sich in einem von der Charttechnik geprägten Handel kaum bewegt. Der AEX-Index gab 0,3 % auf 594 Zähler ab. Vor allem Technologie- und Telekomwerte verzeichneten Zuschläge. Die Handelsvolumina seien nach dem Feiertag in Großbritannien und den USA noch immer klar unterdurchschnittlich, sagten Händler. Branchentrends seien nicht zu erkennen. Werde beim AEX-Index die wichtige Unterstützung von 580 bis 585 Punkten durchbrochen, seien deutliche Verluste zu erwarten.

Wien - Freundlich wegen Schwergewichten

Der österreichische Aktienmarkt präsentierte sich gegen den europäischen Trend freundlich. Der ATX-Index notierte 0,36 % im Plus bei 1191 Punkten. Händler sprachen von dürftigen Umsätzen. Vor allem die Titel der Index-Schwergewichte Erste Bank und OMV legten um 1,17 beziehungsweise 1,75 % zu. Die meistgehandelte Aktie war Händlern zufolge aber die des Feuerfesterzeugers RHI. Das Papier gab um 0,66 % nach. Händler begründeten die Abschläge damit, dass die Erste Bank am Vortag die Gewinnschätzungen für das Unternehmen unerwartet deutlich zurückgenommen hatte.



Brüssel - Freundlich bei richtungslosem Handel

Die belgischen Aktientitel konnten etwas zulegen. Der Bel 20-Index notierte 0,41 % fester bei 2 808 Zählern. Händler sprachen vor dem Handelsauftakt in den USA von einem weitgehend richtungslosen Geschäft. Der Kurs der Finanzgruppe Fortis, die zu fast einem Viertel den Index bestimmt, kletterte einen Tag vor Veröffentlichung ihrer Quartalszahlen um 0,89 %. Analysten rechnen mit einem leichten Rückgang des Nettogewinns um rund 15 %. "Die Marktteilnehmer warten derzeit auf Nachrichten, die ihnen sagen, was sie verkaufen sollen", sagte ein Händler.

Stockholm - Leichter mit Telia im Minus

Die Stockholmer Börse präsentierte sich leichter. Der OMX-Index gab 0,61 % auf 949 Punkte nach. Die Aktien der Telekomfirma Telia verzeichneten Verluste von 3,4 % auf 57 skr. Am Vormittag hatte das schwedische Parlament mit der Debatte um eine mögliche Reduzierung des 70-prozentigen Staatsanteils an dem Telekommunikationsunternehmens begonnen. Auch Index-Schwergewicht Ericsson gab 0,68 % auf 73,50 skr ab.

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