Schwache Vorgaben aus den USA
DAX verliert mehr als 100 Punkte

Vor allem die Aktien der Deutschen Telekom und der Siemens-Familie stehen unter Druck. RWE konnten dagegen zulegen.

vwd FRANKFURT. Der Dax hat am Donnerstagmorgen in den ersten anderthalb Handelsstunden über 100 Punkte verloren. Der Index gibt bis gegen 10.50 Uhr MEZ 1,7 % bzw. 113 auf 6 486 Punkte. Als Grund nennen Marktteilnehmer die schwachen Vorgaben aus den USA. Auch die Gewinnwarnung der Gateway belaste die Stimmung. Vorbörslich war nur mit leicht schwächeren Kursen gerechnet worden, so dass die Abgaben im frühen Handel eher enttäuschten, kommentierte ein Beobachter.

Die Aktien der Deutschen Telekom sind bei denjenigen, die sich mit am deutlichsten im Minus bewegen. Sie verlieren 4,6 % auf 36,65 Euro. Die am Morgen vorgelegten Zahlen liegen unter den Erwartungen, heißt es im Handel. Dabei habe sich die Marge beim Mobilfunk zwar erhöht, aber für das vierte Quartal wird ein erneuter Rückgang erwartet. Auch die Probleme bei T-Online seien mit dem neuen Chef noch nicht vom Tisch. Zudem sei das Ergebnis durch ao Effekte geprägt, im Kerngeschäft sehe es dagegen "mau" aus.

Siemens-Familie unter Druck

Auch DaimlerChrysler kommen aus den Negativschlagzeilen nicht heraus. Neue Klagen gegen das Unternehmen machen dem Automobilhersteller langsam das Leben schwer. DaimlerChrysler betonte allerdings keine Rückstellungen für solche Klagen getroffen zu haben und plane dies auch nicht zu tun. Man sehe den Klagen gelassen entgegen. Die Aktionäre allerdings nicht, die den Kurs um 2,1 % auf 44,85 Euro sinken lassen.

Der Siemens-Familie geht es nicht viel besser. Unbeeindruckt von einer Heraufstufung durch Lehman Brothers, verlieren Siemens 2,7 % auf 133,68 Euro. Hier bleibt wohl eher die Sorge um die Gateway Gewinnwarnung. Die positive Meldung über einen Großauftrag eines Kraftwerkbaus in China verblasst ebenfalls. Infineon verlieren gar 5,9 % auf 44,50 Euro. Epcos notieren 0,3 % im Minus bei 90,50 Euro. Auch die Banken müssen Federn lassen. Allen voran die HypoVereinsbank, die 2,6 % auf 59,03 Euro abgeben müssen.

Positiv zu vermerken bleiben noch die Aktien der RWE, die 1,7 % Prozent auf 49,50 Euro zulegen können. Hier wird die Übernahme der amerikanischen E-Town positiv bewertet. Ausserdem gelten Versorgeraktien als "save haven" in einem unsicheren Markt.

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