Schwache Vorgaben aus den USA
Dem Dax vergeht die Feiertagslaune

Schwächere Vorgaben der US-Standardwerte haben den Dax am Donnerstag im späten Handel ins Minus gedrückt. Damit gingen die auf Grund von Spekulationen über eine bevorstehende deutliche Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) zuvor erzielten Kursgewinne wieder verloren.

Reuters FRANKFURT. Händlern zufolge rechneten die meisten Anleger mit einer Zinssenkung von 50 Basispunkten auf 2,0 Prozent. Weniger wäre eine Enttäuschung. Eine Zinssenkung gilt als ein Mittel zur Ankurbelung der Konjunktur, da sich Unternehmen dann billiger mit Kapital für Investitionen eindecken können.

Der Dax schloss am Donnerstag um 0,44 Prozent niedriger mit 2906,71 Zählern, während der Nebenwerte-Index MDax 0,75 Prozent auf 3371,27 Punkte gewann. Der Technologie-Index TecDax zog um 0,08 Prozent auf 394,62 Zähler an.

An der Wall Street lag der Dow Jones bei Börsenschluss in Deutschland um 0,45 Prozent schwächer mit 8753 Zählern, während der Nasdaq-Index 0,96 Prozent auf 1578 Zähler gewann. Händler verwiesen darauf, dass die Entwicklung der deutschen Börsen an umsatzschwachen Tagen, wie dem heutigen Himmelfahrtstag, noch stärker von der Entwicklung in den USA beeinflusst werden als sonst.

In dem umsatz- und nachrichtenarmen Feiertagshandel standen die Aktien von Bayer im Rampenlicht. Ein Beraterausschuss der US-Gesundheitsbehörde FDA erörterte die klinischen Daten des Potenzmittels Levitra. Ein Votum über die Zulassung des Viagra-Konkurrenzmittels wurde jedoch nicht erwartet. Die Bayer-Aktie verlor 1,06 Prozent auf 16,87 Euro.

Verluste verbuchten auch die Papiere von Tui, die sich um 2,06 Prozent auf 10,95 Euro verbilligten. Zuvor hatte die Investmentbank Credit Suisse First Boston wegen der schwachen Branchenaussichten und der hohen Verschuldung von Europas größten Touristik-Konzern das Kursziel für die Aktie auf acht von 18,80 Euro gesenkt.

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