Schwache Wahlbeteiligung
Fritz Schramma gewinnt OB-Wahl in Köln

Die CDU stellt für die nächsten neun Jahre den Oberbürgermeister in Köln. Der amtierende Erste Bürgermeister Fritz Schramma siegte am Sonntag in einer Stichwahl klar gegen die ehemalige nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Anke Brunn von der SPD.

ap KÖLN. Bei schwacher Wahlbeteiligung bestätigte er damit das Ergebnis des ersten Wahlganges vor zwei Wochen, wo er die absolute Mehrheit relativ knapp verpasst hatte. Schramma erreichte 52,3 % der Stimmen, Brunn kam auf 47,7 %. Im ersten Wahlgang vor 14 Tagen hatte Schramma mit 47,3 % bereits deutlich vor Brunn gelegen, die damals nur 38,9 % der Stimmen erreichte. Da keiner der insgesamt 14 Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht hatte, war die Stichwahl erforderlich geworden. Die Wahlbeteiligung lag im zweiten Durchgang mit 39 % noch niedriger als vor zwei Wochen, als nur 40,8 % der rund 712 000 Wahlberechtigten an die elektronischen Wahlmaschinen gingen, die in Köln eingesetzt werden.

Die neue Oberbürgermeisterwahl in Köln nur ein Jahr nach den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen war nötig geworden, weil der damalige Sieger Harry Blum von der CDU nur ein halbes Jahr nach seinem Erfolg an einem Herzinfarkt gestorben war. Mit Blum hatte die CDU der SPD nach 43 Jahren den Oberbürgermeistersessel in der Domstadt abgejagt. Der Erfolg wurde allerdings dadurch begünstigt, dass SPD-Kandidat Klaus Heugel kurz vor der Wahl über illegale Insidergeschäfte mit Aktien stolperte und wegen Fristablaufs ein Ersatzbewerber nicht mehr aufgestellt werden konnte.

Nach dem geltenden Wahlrecht kann der 53-jährige Schramma bis 2009 amtieren. Es sieht vor, dass die Amtszeit bei einer eventuellen Nachwahl den Rest der laufenden plus die vollständige nächste, fünfjährige Legislaturperiode beträgt.

Schramma verfügt dank seiner eigenen Stimme im Stadtrat über eine hauchdünne Mehrheit von einer Stimme. CDU (43 Sitze) und die mit ihr zusammenarbeitende FDP (vier Sitze) kommen nur auf 47 Stimmen, das Votum des stimmberechtigten Oberbürghermeisters gibt den Ausschlag. Die SPD verfügt nur über 29 Ratsmandate, die Grünen über 15 Stimmen. Zwei Ratsmandate hat bei der Kommunalwahl im September 1999 die PDS errungen, eines die Republikaner.

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