Schwache Wirtschaftsdaten
Börse Tokio auf tiefstem Stand seit 1983

Der Nikkei-Index sackte ab, der Topix-Index schloss auf einem Stand von weniger als 9 000 Punkten. Vor allem die Banktitel mussten Verluste hinnehmen.

rtr TOKIO. Die Tokioter Börse hat am Mittwoch im Sog der Kurseinbrüche an den weltweiten Aktienmärkten vom Vortag die Talfahrt fortgesetzt und auf dem tiefsten Stand seit August 1983 geschlossen. Angeführt wurden die Verluste vor allem von Banktiteln wie der Sumitomo Mitsui Banking Corp.. Händler befürchteten angesichts der neuerlichen Kursrückgänge negative Auswirkungen auf die Kapitalbasis der Banken.

Der 225 führende Werte umfassende Nikkei Index sackte 1,54 % oder 141,95 Zähler ab auf 9 075,09 Punkte. Der kapitalgewichtete Topix-Index verlor 1,97 % auf 886,39 Zähler. Damit notierte der Topix das erste Mal seit Dezember 1984 wieder unter der psychologisch wichtigen Marke von 9 000 Punkten.

Die jüngsten Wirtschaftsdaten hätten die Zweifel an einer Erholung der US-Wirtschaft und damit auch der Weltkonjunktur verstärkt. Damit werde auch nicht mit einem baldigen Turnaround der Börsen gerechnet. "Die weltweit fallenden Kurse belasten uns sehr. Und das absolute Ausbleiben jeglichen politischen Handelns seitens der japanischen Regierung ist zum Verzweifeln", sagte Kazuyuki Naito, Händler bei UFJ Tsubasa Securities. Im Markt werde nun mit einem Abgleiten des Nikkei Indexes in Richtung 8 500 Punkte gerechnet.

"Es ist eine Art Überlebensspiel. Verkäufer versuchen Aktien auszuladen, bevor dies andere tun", sagte Hiroyuki Nakai von Tokai Tokyo Securities.

Die Sumitomo-Aktien verloren 7,5 % auf 514 Yen. Neben den Banken hätten auch Kommunikationswerte stark gelitten. So büssten NTT Docomo rund fünf Prozent ein auf 232 000 Yen.

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