Schwache Zahlen zum Verbrauchervertrauen belasten
Wall Street schwächer erwartet

Die Stimmung an der New York Stock Exchange (NYSE) ist am Mittwoch vor Handelsbeginn flau gewesen. Im vorbörslichen Handel fiel der S&P-Dezember-Future um 0,68 % auf 1 144,20 Punkte. Der Nasdaq-100-Dezember-Future notierte 1,3 % schwächer bei 1 600,00 Zählern. Im Frankfurter Xetra-Handel gab der indikative Dow-Jones-Index 0,37 % nach auf 9 835,88 Zähler.

dpa-afx NEW YORK. Händler verwiesen zur Begründung auf die unerwartet schwachen Zahlen zum US-Verbrauchervertrauen im Oktober, die am Vortag veröffentlicht worden waren. Womöglich seien die jüngsten Kurssteigerungen bei den Technologiewerten voreilig gewesen, befürchteten Marktteilnehmer. An fast allen Aktienmärkten der Welt gaben deshalb die Kurse auf breiter Front nach. An der Tokioter Börse sackte der Nikkei-Index für 225 führende Werte über Nacht um 3,0 % auf 10 624,81 Punkte ab.

Einen positiven Ausblick hatte am Dienstag einer der Gouverneure der US-Notenbank, Laurence Meyer, gegeben. Er hatte in St. Louis vor der National Association of Business Economics erklärt, die US-Wirtschaft habe eine "beachtliche Belastbarkeit". Sie sollte sich im nächsten Jahr allmählich festigen. Allerdings werde das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2001 voraussichtlich noch einmal schrumpfen.

Konkretere Hinweise erwartete der Markt an diesem Mittwoch nach Einschätzung von Beobachtern von der Veröffentlichung des "Beige Book" durch die US-Notenbank, die für 20 Uhr MEZ vorgesehen war.

Intel geben vorbörslich ab

Vorbörslich litten vor allem Technologiewerte unter Berichten aus Taiwan, wonach der Chiphersteller Intel die wieder steigende Nachfrage nach dem Pentium-4-Chip nicht befriedigen könne. Intel-Sprecher nahmen zunächst keine Stellung zu der Frage, ob die wachsende Chip-Nachfrage ein Zeichen für ein Wiederaufleben der PC-Nachfrage sei.

Intel gaben vorbörslich 0,41 Cent ab auf 31,90 $. Der Netzwerk-Konzern Cisco verlor 30 Cent auf 19,45 $, der Software-Hersteller Microsoft notierte 49 Cents leichter bei 63,25 $.

Am Vortag hatte Microsoft nach Börsenschluss erklärt, im Kartellrechtsstreit mit der EU-Kommission auf die geplante Anhörung aller beteiligten Parteien zu verzichten. Das Unternehmen setze auf den Dialog mit der EU-Kommission und strebe eine Verhandlungslösung an. Mitte Oktober hatte EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti Microsoft wegen seines neuen Betriebssystems Windows XP mit einem hohen Bußgeld gedroht.

EDS läßt Rechtsstreit mit Xerox fallen

Kurz vor Börseneröffnung teilte Electronic Data Service (EDS) mit, seinen Rechtsstreit gegen Xerox fallen zu lassen. Künftig wollten beide Unternehmen intensiver kooperieren. Xerox wird demnach sein Auftragsvolumen an EDS auf 1,5 Mrd. $ in den nächsten Jahren erhöhen. EDS übertrug Xerox einen Auftrag im Wert von 50 Mill. $ über die nächsten fünf Jahre zur Lieferung von Druckern.

Die Titel des angeschlagenen Energiehändlers Enron hielten sich unverändert bei 4,11 $. Die "Financial Times" berichtete in ihrer Mittwochausgabe, eine Investorengruppe wolle eine Milliarde US-Dollar in Enron einbringen, um das als Rettungsanker verstandene Übernahmegebot des Mitbewerbers Dynegy für Enron zu unterstützen.

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