Schwacher Ausblick auf das dritte Quartal
Merrill Lynch will nach Gewinnwarnung 3 300 Stellen streichen

rtr/dpa-afx NEW YORK. Das US-Brokerhaus Merrill Lynch hat für das zweite Quartal eine Gewinnwarnung ausgesprochen und darüber hinaus einen schwachen Ausblick auf das dritte Quartal gegeben. Das Ergebnis im zweiten Quartal werde die Prognosen der Analysten verfehlen, teilte die Nummer Eins unter den US-Brokern am Dienstag in New York mit.

Merrill Lynch rechne lediglich mit einem Gewinn je Aktie von 0,52 bis 0,57 $ verglichen mit den Analystenschätzungen von First Call von 0,82 $. Die Umsatzerlöse im zweiten Quartal würden voraussichtlich 15 % under denen des Auftaktquartals von 6,4 Mrd. $ (14,5 Mrd. DM) liegen. Merrill Lynch begründete den schlechten Ausblick unter anderem mit den ungünstigen Marktbedingungen. Die Konjunkturflaute habe Merrill Lynch wegen seines starken Engagements im Endkundengeschäft besonders hart getroffen, hieß es. Der Ausblick für den Umsatz im dritten Quartal bleibe ebenfalls schwach, teilte das Brokerhaus weiter mit.

Als Konsequenz will das Brokerhaus noch in diesem Jahr insgesamt 3 300 Stellen streichen. Dies entspreche rund 5 % der Gesamtbelegschaft der Investmentbank, teilte der Vorstandsvorsitzende David Komansky am Dienstag in New York mit. Mit den Stellenstreichungen soll der Rückgang der Umsätze ausgeglichen werden, hieß es. Betroffen seien nahezu alle Unternehmenssparten.

Sollte sich das Geschäftsklima in der zweiten Jahreshälfte weiter eintrüben, werde Merrill Lynch seine Kosten wieder auf das Niveau von 1999 zurückfahren.

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