Schwacher Handelstag
Computeraktien belasten die Wall Street

Nachdem New Yorks Indizes gestern zu Handelsschluss deutlich leichter notierten, deutet sowohl der Nasdaq als auch der S&P 500 Future heute auf einen schwachen Handelstag. Negative Analystenkommentare, schwache Quartalszahlen und Gewinnmitnahmen belasten die Märkte vor Handelsbeginn.

vwd/wsc NEW YORK. Uneinheitlich ist die Wall Street am Dienstag in den Handel gestartet. Bis gegen 15.45 Uhr (MESZ) steigt der aus 30 Industriewerten gebildete Dow-Jones-Index (DJIA) um 0,2 % bzw 19,58 Punkte auf 10 754,55. Der S&P-500-Index verliert dagegen 0,2 % bzw 2,23 Zähler auf 1 247,23, und der Nasdaq-Index sinkt um 0,3 % bzw 5,42 Stellen auf 2 110,82.

Negative Meldungen kommen heute aus dem Computersektor. Compaq Computer hat die Kooperation mit Unisys beendet. Der Computerkonzern wird den Vertrieb von Servern, die auf der Unisys Architektur basieren, stoppen. Seit Jahresanfang wurden die Server mit wenig Erfolg verkauft.

Dell Computer leidet unter negativen Analystenkommentaren aus dem Hause Merrill Lynch. Das Brokerhaus senkt die Gewinnerwartungen für den Direktverkäufer von PCs erheblich, da der Druck auf die Gewinnmargen zunehmend steige. Die Ertragsschätzungen für das Fiskaljahr 2001 werden von 82 Cents je Aktie auf 68 Cents revidiert. Bereits vorbörslich tendierte die Aktie schwächer.

Dow Chemical wird die Belegschaft um 4 500 Mitarbeiter oder acht Prozent reduzieren, um Synergieeffekte aus der Übernahme von Union Carbide zu generieren. Der zweitgrößte amerikanische Chemiekonzern will durch die Maßnahme 1,1 Milliarden Dollar einsparen. Die Aktie verliert vor Handelsbeginn leicht.

Nextel enttäuscht den Mobilfunk-Markt

Nextel Communications enttäuscht den Markt mit einem schwachen Quartalsergebnis. Der Anbieter von Mobilfunk-Service konnte die Verluste zwar reduzieren, verfehlte jedoch die Analystenerwartungen. Der Fehlbetrag fiel mit 56 Cents je Aktie fünf Cents größer aus, als von Analysten befürchtet wurde. Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um rund 50 Prozent auf 1,74 Milliarden Dollar gesteigert werden. Erst Mitte März hatte Nextel gewarnt, dass die Steigerung an Neukunden nicht den Erwartungen entsprechen würde. Aufgrund der schwierigeren Wirtschaftslage wird das Management fünf Prozent der Belegschaft abbauen.

Procter & Gamble erfreut dagegen mit einem positive Ergebnis. Im dritten Quartal konnte der Konsumgüterkonzern die zuvor gesenkten Erwartungen mit einem Gewinn von 71 Cents je Aktie um zwei Cents schlagen. Besonders erfreulich sind die Zukunftsaussichten. Das Management hält die bisherigen Gewinnschätzungen für das vierte Quartal für realistisch. Auch der Umsatz werde weiter steigen.

Priceline.com gehört vor Handelsbeginn zu den größten Gewinnern. Die Aktie legt über 30 Prozent an Wert zu und notiert auf dem höchsten Stand seit sechs Monaten, nachdem Goldman Sachs Analyst Anthony Noto den Wert von "Market Performer" auf "Market Outperformer" aufgestuft hat. Das Internetauktionshaus verfüge über einen guten Kundenservice und stabile Wachstumsraten, so Noto. Nach Handelsschluss wird Priceline.com Quartalszahlen veröffentlichen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%