Schwacher Jahresausblick
Konsumflaute in Deutschland tritt AVA

Hohe Expansionskosten und Konsummüdigkeit der Kunden haben dem drittgrößten deutschen Handelskonzern die Bilanz verhagelt.

Reuters/vwd BIELEFELD. Von Januar bis April 2002 seien die im Einzelhandel erlösten Umsätze auf vergleichbarer Verkaufsfläche zum Vorjahreszeitraum um 4,1 Prozent zurückgegangen, teilte der im MDax notierte Bielefelder Handelskonzern am Dienstag zur Bilanzpressekonferenz mit.

Von Januar bis März hatte das Unternehmen zuvor ein Umsatzminus von nur 0,4 Prozent ausgewiesen. Für das Gesamtjahr bekräftigte Konzernchef Kurt Lindemann indes, dass der Überschuss unter dem Vorjahreswert von 84,4 Millionen Euro bleiben werde.

Selbst bei einem von Wirtschaftsforschern für die zweite Jahreshälfte 2002 vorausgesagten Aufschwung könnten die Umsatzeinbrüche der ersten Monate kaum ausgeglichen werden, erklärte Lindemann weiter.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging aber um 15,02 Prozent auf 174,3 Millionen Euro zurück. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ergab sich gegenüber dem Jahr 2000 ein Minus von 19,56 Prozent auf 116,4 Mio Euro.

Als weiteren Grund für die schwache Perspektive nannte der AVA-Chef überdurchschnittlich hohe Expansionskosten. In diesem Jahr sollen 85.000 Quadratmeter neue Verkaufsfläche hinzukommen. Vor der AVA mit seinem Großaktionär Edeka rangieren in der Umsatzstatistik der Handelskonzerne in Deutschland nur die Düsseldorfer Metro und die Kölner Rewe.

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