Archiv
Schwacher Start erwartet

Die Rede des Vizepräsidenten Al Gores bringt die Märkte erneuert ins Schleudern. Gestern Abend gab der Vizepräsident bekannt, die vom Staate Florida bestätigte Wahl von George W. Bush anzufechten. Das bedeutet, dass sich der ohnehin schon ewig lange Wahlprozess noch weiter hinziehen könnte. Die aufkommende Unsicherheit reißt die Futures in die Tiefe. Der S&P 500 Future notiert rund sieben Punkte In der Verlustzone. Der Eröffnungsindikator der Nasdaq rutschte rund 55 Punkte ins negative Terrain.

Dass eine Präsidentschaft George W. Bushs nicht mehr selbstverständlich ist, oder sich auf unbekannte Zeit hinauszögert kann, bekommen vorbörslich die Sektoren zu spüren die von dem Texaner profitieren könnte. Pharmahersteller Pfizer tendiert schon vor Börsenbeginn schwach.



Belasten dürften den Markt heute zudem die Zahlen zu den Auftragseingängen langlebiger Güter. Neue Aufträge sind demnach stark gesunken. Im Oktober sind die Aufträge von Produkten des Flugzeugbaus, elektronischen Güter und Metall um 5,5 Prozent gegenüber einem Anstieg von 2,4 Prozent im September gesunken. Die Zahlen zeigen deutlich, dass Hersteller unter hohen Zinsen und einer weltweitsinkenden Nachfrage leiden.



Eli Lilly

könnte heute allerdings ein guter Tag bevorstehen. Der Pharmakonzern bringt zusammen mit Icos ein Konkurrenzprodukt zum Potenzmittel Viagra auf den Markt. Das Präparat Cialis hat nach Angaben des Unternehmens weniger Nebenwirkungen als Viagra. Unterstützung bekam Eli Lilly gestern auch von Analystenhaus ING Barings. Die Zukunftsprognosen für Eli Lilly seien sehr positiv.



Merck

tendiert vorbörslich etwas schwächer. Das Wall Street Journal berichtete, dass Merck ein Venture Kapital Fonds geschaffen hat. Dieser Fonds investiert in Technologieunternehmen und soll die Kommunikation zwischen Ärzten, Patienten und Medikamentenherstellern verbessern.



Nachdem Goldman Sachs bereits gestern den E-Commerce-Sektor mit negativen Kommentaren belastete, greift Merrill Lynch einzelnen Werten am Morgen unter die Arme. Wachstumsbedenken hatten Ariba zum Wochenauftakt das Leben schwer gemacht. Die Analysten halten die Bedenken jedoch für überzogen und empfehlen die Aktie zum Kauf. Ariba habe ein Jahr vor Plan die Gewinnzone erreicht und könnte schon im kommenden Fiskaljahr einen Umsatz in Höhe von einer Milliarde Dollar erreichen, sagte ein Analyst.



Einen leichteren Handelsstart dürfte Cornflakes-Hersteller Kellogg heute erleben. Der Konzern erwartet eher unerfreuliche Quartalszahlen für das vierte Quartal. Hohe Energiekosten, das schlechte Wechselkursverhältnis von Dollar zu Euro schadeten dem Unternehmensergebnis in den vergangenen Monaten. Zwar ist die anstehende Unternehmensrestrukturierung positiv zu werten, doch fallen durch die Integration von Kecks-Konzern Keepler Kosten von 50 bis 70 Millionen Dollar an.



Positive Impulse sollten den Kurs von Wendys beflügeln. Die Fastfood-Kette hebt die Wachstumsprognosen für das vierte Quartal von 14 bis 17 Prozent auf 17 bis 19 Prozent an. Der hohe Absatz in Nordamerika soll zu dem höheren Gewinn beigetragen haben.



Frischer Wind weht auch bei Veritas Software. Der Wert sollten positive Kommentare von Goldman Sachs helfen. Die Analysten empfehlen die Aktien des Software-Konzerns zum Kauf und hebt die Gewinnschätzungen für das vierte Quartal und 2001 an. Die Integration von Seagate Technology und eine niedrigere Steuerrate sollen Veritas neben ausgesprochen gut positionierter Speicher Management Software zugute kommen.



Für Daimler war es ein bewegter Wochenauftakt. Denn auf schlechte Umsatzzahlen folgte gestern Abend eine Klage. DaimlerChryslers drittgrößter Anteilseigner, der 83jährige Milliardär Kirk Kerkorian, hält den größten Anteil an Chrysler und ist nun drittgrößter Einzelaktionär von DaimlerChrysler. Er klagt nun, dass die Fusion zwischen Daimler und Chrysler nicht rechtmäßig zustande gekommen sei. Die Deutsche Bank unterstützte die Aktie am Morgen mit positiven Kommentaren und einer Kaufempfehlung.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%