Archiv
Schwacher Start

Die Indizes bauen im frühen Handel ihre Verluste vom Vortag aus. Sowohl der Nasdaq Index als auch der Dow Index haben im Minus eröffnet. Eine Gewinnwarnung aus dem Software-Bereich bringt heute den gesamten Sektor aus dem Konzept.

Das Technologieunternehmen JNI hat die Prognosen für das laufende Quartal gesenkt. JNI produziert Software und Adapter, mit denen Computer-Speichersysteme verbunden werden. Da Kunden im laufenden Quartal weniger bestellt haben als erwartet, wird der Gewinn deutlich niedriger ausfallen als zunächst prognostiziert. Vor allem die Nachfrageschwäche im Serverbereich wirkt sich negativ auf die Geschäftsbilanz von JNI aus. Im frühen Handel verliert die Aktie mehr als 16 Prozent. Kursverluste blühen auch dem Kunden Sun Microsystems, da JNI die schlechten Prognosen unter anderem auf schwindender Nachfrage nach Servern begründet. Im Schlepptau von JNI eröffnen auch EMC und Veritas Software. BEA Software steht auf der Nasdaq Verlierliste.

Schlechte Nachrichten kommen zudem vom Getränkemarkt. Coca Enterprises, -Cola das Abfüllunternehmen von Coca-Cola, hat vor Handelsbeginn eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Das Unternehmen, dass 74 Prozent von Coca-Colas Getränken abfüllt, erwartet jetzt einen Verlust bis zu 21 Cent. Prognostiziert war lediglich ein Verlust von 8 Cents. Das Unternehmen erwartet insgesamt nur noch ein Wachstum des Abfüllvolumen von 1,5 Prozent. Dabei wird das Abfüll-Volumen in Nordamerika voraussichtlich sogar stagnieren. Auch die Aktien von Coca-Cola und von PepsiCo leiden unter der Gewinnwarnung.

Neue Wirtschaftsdaten geben Aufschluss über die Wirtschaftslage. Das Bruttoinlandsprodukt für das vierte Quartal des vergangenen Jahres ist von 1,1 Prozent auf 1,0 Prozent gesunken. Erwartet war ein gleichbleibendes BIP von 1,1 Prozent. Demnach ist die Wirtschaft Ende des vergangenen Jahres etwas mehr abgekühlt als prognostiziert. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sind gegenüber der Vorwoche gesunken. Demnach haben sich 362.000 Amerikaner arbeitslos gemeldet. Erwartet waren 375.000 Antragsteller.

Die Dell Aktie eröffnet unter dem Vortagesniveau. Um Kosten zu sparen, wird der Direktvertreiber von PC Zulieferprodukte aus Asien beziehen. Erst in der vergangenen Woche gab Dell bekannt, dass das Unternehmen von Samsung Electronics Komponenten im Wert von 16 Milliarden Dollar kaufen wird. Nun werden weitere Komponenten im Wert von sechs Milliarden Dollar in Taiwan geordert. Dell steckt ebenso wie die Mitbewerber in einer Kostenkrise, weil die Nachfrage nach Computern abnimmt.

Etwas schwächer tendieren zudem die Aktien von Autoteilherstellern. Delphi Automotive Systems hat am Morgen bekannt gegeben, 11.500 Arbeitsplätze und damit 5,5 Prozent seiner Belegschaft abzubauen. Die Stellenkürzungen kosten den größten Autoteilhersteller der Welt 400 Millionen Dollar. Im frühen tendiert der Wert etwas schwächer. Auch die Aktie des Konkurrenten Visteon fällt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%