Schwaches Auslandsgeschäft
Reader's Digest streicht 580 Stellen

Die amerikanische Verlagsgruppe Reader's Digest will mehr als jeden zehnten Mitarbeiter bis zum Jahresende nach Hause schicken, um Kosten zu sparen. Die Gesamtbelegschaft werde um zwölf Prozent oder 580 Beschäftigte reduziert, teilte der Medienkonzern am Mittwoch mit.

HB/dpa PLEASANTVILLE. Reader's Digest hat sich nach Darstellung von Konzernchef Thomas O. Ryder zum Ziel gesetzt, wieder jährliche Umsatz- und Gewinnsteigerungen zu verbuchen.

"Wir haben eine harte Zeit durchgemacht, und rechnen vor allem im internationalen Geschäft mit einem weiteren schwierigen Jahr", betonte er. Das Unternehmen streiche seine Kosten aggressiv und investiere in die vielversprechendsten Geschäftssparten. Damit werde die Basis für ein langfristiges Wachstum gelegt.

Die Gesellschaft hat gleichzeitig für das Schlussquartal des Geschäftsjahres 2002/2003 (30. Juni) rote Zahlen von 13,1 Mill. Dollar (11,5 Mio Euro) ausgewiesen. Der Verlust hatte in der Vorjahresvergleichszeit drei Mill. Dollar betragen. Der Quartalsverlust betrug 14 (Vorjahresvergleichszeit: drei) Cent je Aktie. Der Quartalsumsatz stieg um drei Prozent auf 563,6 Mill. Dollar. Reader's Digest litt nach eigenen Angaben vor allem unter dem schwachen Auslandsgeschäft, während das Unternehmen im heimischen Markt Fortschritte machte.

Der Umsatz für das abgelaufene Geschäftsjahr legte um vier Prozent auf 2,5 Mrd. Dollar zu. Der Halbjahresgewinn fiel um ein Drittel auf 61,3 Mill. Dollar oder 60 (89) Cent je Aktie. Reader's Digest erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Gewinn von 75 Cent bis 85 Cent je Aktie.

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