Schwaches erstes Quartal
Nokia enttäuscht mit schwachem Ausblick

Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia hat nach eigenen Angaben auf Grund der schlechten Bedingungen auf dem Telekommunikationsmarkt seine Nettoumsätze für die ersten drei Monate nach unten revidiert.

Reuters HELSINKI. Mittlerweile gehe der Konzern von einem etwas schwächeren Umsatz aus als den bisher prognostizierten sechs bis zehn Prozent. Analysten zeigten sich von der Mitteilung negativ überrascht und die Aktien an den Technologiesektoren der europäischen Börsen reagierten mit Kursverlusten. Ebenfalls am Dienstag teilte Nokia weiter mit, einen Vertrag über ein Netzwerkgeschäft der dritten Generation (UMTS) mit T-Mobile im Wert von mehreren hundert Mill. Euro abgeschlossen zu haben.

Der Nokia-Konzern, der weltweit eins von drei verkauften Handys herstellt, hatte ursprünglich für die ersten drei Monate des Geschäftsjahres einem Umsatzrückgang von sechs bis zehn Prozent zum Vorjahreszeitraum erwartet. Gleichzeitig rechnet das Unternehmen damit, seine Gewinnprognosen für das erste Geschäftsquartal einzuhalten oder sogar zu übertreffen. "Auf Basis der Entwicklungen im Januar und Februar wird Nokias Pro-Forma Gewinn je Aktie (verwässert) voraussichtlich am oberen Ende oder sogar über der früher angegebenen Bandbreite von 0,15 bis 0,17 Euro für das erste Quartal liegen", hieß es weiter.

Die Technologiewerte an den europäischen Aktienmärkten reagierten nach dem schwachen Nokia-Ausblick nach Angaben von Marktbeobachtern mit Verlusten. "Der Ausblick auf schlechtere Netto-Umsätze belastet die Technologiewerte", sagte ein Frankfurter Händler. Die Aktien von Siemens büßten 2,5 % auf 75,40 Euro ein, während der Dax um knapp ein Prozent nachgab. Epcos verloren 1,4 % auf 50,54 Euro, Infineon fielen 3,2 % auf 25,95 Euro. Der Dow-Jones-Stoxx-Index für den europäischen Technologiesektor gab um knapp drei Prozent nach.

Marktteilnehmer hatten zuvor einen zuversichtlicheren Ausblick des Handyproduzenten erwartet. "Wir waren davon ausgegangen, dass Nokia seine Prognose über die Gewinne je Aktie anheben würde. Auf den ersten Blick ist dies eine schwache Mitteilung", sagte ein Händler. Darüber hinaus teilte der finnische Konzern mit, ein Geschäft mit T-Mobile, der Mobilfunk-Tochter der Deutschen Telekom, im Umfang von mehreren hundert Mill. Euro abgeschlossen zu haben. Das Netzwerk-Geschäft der dritten Generation (UMTS) folge einem Übereinkommen, das die beiden Unternehmen im Dezember 2000 geschlossen hatten. Zu diesem Zeitpunkt hatte das finnische Unternehmen von einem Vertragsvolumen in Höhe 350 Mill. Euro gesprochen.

Die Aktien von Nokia verloren in Helsinki in der Spitze rund fünf Prozent auf 25,70 Euro.

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