Schwaches Inlandsgeschäft
Bosch Siemens rechnet mit Umsatzrückgang

Die Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (BSH) will mit einem weiteren Stellenabbau und Preiserhöhung trotz der schwachen Konjunktur den Gewinn in diesem Jahr stabil halten.

Reuters MÜNCHEN. Im laufenden Jahr werde BSH rund 350 Arbeitsplätze abbauen, kündigte der weltweit viertgrößte Hausgeräte-Hersteller am Dienstag in München an.

Wegen der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung rechne BSH für 2002 in Deutschland mit einem leichten Umsatzrückgang, weltweit aber mit einem Anstieg von drei bis vier Prozent, sagte BSH-Chef Kurt-Ludwig Gutberlet. Der Gewinn solle auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden.

Im vergangenen Jahr hatte BSH den operativen Gewinn noch um 47 Prozent auf 459,4 Millionen Euro gesteigert. Von dem erzielten Jahresüberschuss von 241 Millionen Euro (Vorjahr: 199 Millionen Euro) werden 115 Millionen an die Muttergesellschaften Siemens und Robert Bosch abgeführt.

200 weitere Stellen in Deutschland abbauen

Besonders der Rückgang der Bautätigkeit in Deutschland, in dem BSH rund die Hälfte seines Umsatzes erwirtschaftet, setze die Branche unter Druck, da der Absatz von Einbaugeräten wie Spülmaschinen, Kühlschränke oder Elektroherde nachlasse, erläuterte Gutberlet. Nach dem im vergangenen Jahr angekündigten Abbau von 600 Stellen in Deutschland würden in diesem Jahr noch einmal 200 Arbeitsplätze in Berlin gestrichen. Eine neue Produktionslinie für Wäschepflegegeräte mache diesen Abbau möglich.

Im Giengener BSH-Werk sollten plangemäß im Lauf des Jahres noch 150 Arbeitsplätze abgebaut werden. Im weltweiten BSH-Konzern werde der Mitarbeiterstand im laufenden Jahr konstant bleiben, nachdem das Unternehmen 2001 rund 1350 Stellen abgebaut hatte. Vor allem in der Türkei seien Arbeitsplätze gestrichen worden.

Gutberlet kündigte für das laufende Jahr zudem Preiserhöhungen an. Das Unternehmen werde die Zusatzkosten durch die Verlängerung der gesetzlichen Garantiezeit auf zwei Jahre weitergeben müssen, sagte er. Gleichzeitig verwies er aber auf den herrschenden Preisdruck, der auf der Branche laste.

Im Ausland weiter investieren

Im Ausland will Bosch/Siemens weiter investieren, nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr im Wettbewerb um Marktanteile auf Platz vier hinter den US-Konkurrenten General Electrics zurückgefallen sei, sagte Gutberlet. So werde in Polen im September eine neue Produktion für Spülgeräte eröffnet. In den USA will BSH 170 Millionen Dollar in eine neue Fabrik investieren, die Waschmaschinen, Trockner und Herde für den nordamerikanischen Markt produziert.

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