Schwaches Öl-Geschäft
RWE-DEA setzt auf Internationalisierung

Die RWE-DEA AG rechnet im laufenden Jahr mit sinkenden Erträgen. Erst gegen Ende des Jahres soll das Geschäft wieder anziehen.

vwd/dpa HAMBURG. Der gegenüber dem Vorjahr eingetretene Preisrückgang für Rohöl sowie rückläufige Raffineriemargen würden dazu führen, dass der Teilkonzern voraussichtlich nicht an das hohe Ertragsniveau der letzten beiden Geschäftsjahre anknüpfen werde, sagte Vorstandssprecher Georg Schöning am Dienstag.

Bereits im ersten Quartal sei das Ergebnis aus dem operativen Geschäft hinter dem vergleichbaren Vorjahresergebnis zurück geblieben.

Schöning geht davon aus, dass zum Jahresende die Erdöl- und Erdgaspreise wieder steigen und das RWE-DEA-Geschäft gestärkt wird. Für das laufende Jahr werde aber noch mit einem durchschnittlichen Rohölpreis von 22 Dollar pro Barrel gerechnet.

RWE-DEA ist seit dem vergangenen Jahr für die Förderaktivitäten im RWE-Konzern zuständig und damit eine der Führungsgesellschaften im RWE-Gasbereich. Das Tankstellengeschäft ist dagegen in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Shell ausgegliedert. Das anteilige Ergebnis aus dem Joint Venture Shell & DEA Oil werde sich dagegen im laufenden Jahr deutlich abschwächen. Schöning begründete dies mit dem anhaltend starken Wettbewerb im deutschen Tankstellenmarkt, dem Trend zu rückläufigen Raffineriemargen sowie Belastungen durch Restrukturierungen.

Die Umsatzerlöse sanken auf Grund der Veräußerung der Chemie-Aktivitäten sowie der niedrigen Rohöl- und Produktenpreise um 16 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern wurde auf 360 Millionen Euro bezifferte, entsprechend einem Minus von zwölf Prozent.

Das Ergebnis nach Steuern ermäßigte sich den Angaben zufolge um 27 Prozent auf 201 Millionen Euro. Die erwirtschaftete Kapitalrendite (ROCE) sei dagegen von 29,8 auf 38,4 Prozent gestiegen.

Schöning kündigte an, neben den Aktivitäten in Mitteleuropa das Upstream-Geschäft vor allem in der britischen Nordsee, im Offshore-Bereich des norwegischen Festlandsockels sowie in Nordafrika mit Schwerpunkt Ägypten auszuweiten. Damit soll ein wachsender Beitrag zur Deckung des Gasbedarfs des RWE-Konzerns geleistet werden.

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