Schwaches Versicherungsgeschäft
ING enttäuscht Investoren

Der niederländische Finanzkonzern ING hat für das erste Quartal einen leichten Rückgang seines Betriebsergebnisses ausgewiesen. Analysten werteten vor allem die schwache Entwicklung im Versicherungsgeschäft als enttäuschend.

Reuters AMSTERDAM. Der Gewinn sei auf 902 Mill. ? von 931 Mill. ? gesunken, teilte Europas größter Versicherungskonzern nach Marktkapitalisierung am Donnerstag mit. 17 von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 880,75 Mill. ? Betriebsergebnis gerechnet. Unter Berücksichtigung nicht realisierter Wertverluste der Aktienanlagen - derzeit rund 700 Mill. ? - ergab sich zum Vorjahr ein Gewinneinbruch von 85 %.

Für ING, der auf dem US-Markt stark präsent ist, ist vor allem das Lebensversicherungsgeschäft von großer Bedeutung. In der Sparte ging der Betriebsgewinn den Angaben zufolge um 32,6 % zurück. Grund waren die Flaute an den Aktienmärkten, die niedrigen Zinsen sowie das rückläufige Verbrauchervertrauen. In Deutschland ist ING mit der ING BHF-Bank und der Direktbank Diba vertreten.

Wie bei allen Unternehmen der Branche weltweit, schmälern die kräftigen Kursverluste an den Aktienmärkten deutlich den Wert der Aktienanlagen und belasten damit die Bilanzen. ING-Chef Ewald Kist erklärte jedoch, sollten sich die Aktienmärkte im Laufe des Jahres 2003 weiter erholen, würden sich die Wertverluste im Gesamtjahr in der Bilanz nicht negativ auswirken.

ING-Aktien verloren 0,98 % auf 14,21 ? und damit stärker als der Gesamtmarkt in Amsterdam.

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