Schwaches Wertpapiergeschäft
Gewinneinbruch bei Commerzbank

Die Commerzbank hat im ersten Quartal 2001 vor allem wegen eines schwachen Handelsergebnisses und steigender Kosten deutlich weniger verdient als von Analysten erwartet.

rtr FRANKFURT. Das Vorsteuerergebnis der Bank sei im Vergleich zum Vorjahr um 48,3 Prozent auf 309 Millionen Euro gesunken, und der Gewinn nach Steuern sei um 53,8 Prozent auf 168 Millionen Euro gefallen, teilte das Geldhaus am Donnerstag mit. Analysten hatten im Mittel ein Vorsteuerergebnis von 353 Millionen Euro und einen Gewinn von 227 Millionen Euro prognostiziert. Im vierten Quartal 2000 hatte die Bank noch einen Verlust von 98 Millionen Euro ausgewiesen. Die Aktie der Bank fiel im frühen Geschäft zeitweise um 2,5 Prozent. Trotz der Zahlen sehen Analysten die Bank nicht als Übernahmekandidat.

Das Handelsergebnis der Commerzbank ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16,7 Prozent auf 300 Millionen Euro zurück. Der Provisionsüberschuss sank um 18,4 Prozent auf 613 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum stieg der Verwaltungsaufwand um 19,4 Prozent auf 1,43 Milliarden Euro. Provisionsüberschuss und Handelsergebnis seien auf Grund der schwachen Umsätze an den Aktienbörsen nicht an die Vorjahreszahlen herangekommen, teilte die Bank mit.

Insbesondere das Wertpapiergeschäft mit privaten Kunden habe gelitten. "Die Umsatzflaute an den Börsen hat auch im Aktienhandel Spuren hinterlassen, wogegen der Handel mit Rentenpapieren und ein Ergebnis auf Vorjahreshöhe erbrachte und und der Devisenhandel spürbar besser abschnitt", heißt es im Quartalsbericht. Steigern konnte die Commerzbank auch den Zinsüberschuss, und zwar um 19,6 Prozent auf 905 Millionen Euro.

Für die Zukunft ist der Commerzbank-Vorstand trotz der Analysten zufolge insgesamt schwachen Zahlen zuversichtlich: "Unserer Ergebnisrechnung werden einerseits die zu erwartende Erholung an den Finanzmärkten und andererseits strenges Kostenmanagement zugute kommen", heißt es in dem Bericht.

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