Schwäche bei den Technologiewerten
Keine Euphorie an der Wall Street

Freundlich bei den Standardwerten und schwach bei den Technologiewerten an der Nasdaq zeigt sich die Wall Street am Mittwochmittag.

vwd NEW YORK. Nach der Entscheidung, wer nach Wochen des Wartens der nächste US-Präsident wird, ist an der New Yorker Börse kein Freudenfeuerwerk gezündet worden. Freundlich bei den Standardwerten und schwach bei den Technologiewerten an der Nasdaq zeigte sich die Wall Street am Mittwochmittag. Bis gegen 18.00 Uhr MEZ rückt der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) um 0,7 % bzw. 75,84 Stellen auf 10 844,11 vor.



Nur Titel wie Microsoft und Amazon , von denen die Händler glauben, dass sie von einer Bush-Administration profitieren, lagen etwas deutlicher im Plus.



Der S&P-500-Index verliert 0,1 % bzw. 1,66 Punkte auf 1 372,84. Der Nasdaq-Index büßt 1,1 % bzw. 32,99 Zähler auf 2 898,78 ein.



Zunächst hatte der DJIA eine Rally auf ein Plus von über 140 Punkten hingelegt, bis sich Al Gore zu Wort meldete. Nachdem er seine Aufgabe im Kampf um die 43. US-Präsidentschaft bekannt gegeben hatte, zeigte sich der Markt zwar erleichtert, gab jedoch rund 70 Punkte wieder ab.

Händler erklärten das damit, dass man sich nun endlich wieder auf die ökonomischen Gegebenheiten konzentrieren könne. Leider sehen die in den USA zur Zeit alles andere als rosig aus, heißt es. Die Konjunkturaussichten verschlechtern sich, die Einzelhandelsumsätze vom November bestätigten dies. Die Reihe von Gewinnwarnungen will einfach nicht abreißen. Nach Gateway und Apple nahm am Berichtstag Compaq seine Prognosen für das vierte Quartal zurück. Die Probleme sind immer noch die gleichen wie im dritten Quartal: Die PC-Nachfrage lässt nach. Gründe sind zum einen die allgemein schlechtere Konjunkturlage in den USA sowie der starke Euro, der das Geschäft in Europa belastet.

Compaq geben im Handelsverlauf zehn Prozent auf 18,70 $ ab. Dell ziehen sie mit nach unten. Analysten gehen davon aus, dass Dell das nächste PC-Unternehmen sein wird, das seine Prognosen nach unten revidieren muss. Die Titel der Gesellschaft verlieren um 1,4 % auf 21,38 $.

Dass die Kursstrafe nach einer Gewinnwarnung aber auch höher ausfallen kann, beweisen ON Semiconductor, die um 20 % nachgeben oder General Semiconductor, die 19 % verlieren. Auf der Gewinnerseite stehen die Werte, die schon in den vergangenen Wochen als "Bush-Werte" bezeichnet worden. Glänzend präsentieren sich der Pharma- und der Tabaksektor. Bristol-Myers legen um drei Prozent auf 69,81 $ zu, Philip Morris steigen 2,9 % auf glatt 40 $.

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