Schwächere Wall Street belastet
Europas Börsen geben nach

Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag im Sog schwächerer US-Börsen fast ausnahmslos tiefer geschlossen. Der DJ Stoxx50-Index schwächte sich um 0,78 Prozent auf 3666,51 Zähler ab.

HB/ rtr. Laut Händlern führten Technologie-Werte die Liste der Verlierer an. Die Händler verwiesen dabei auf eine Rückstufung der Nokia-Aktien durch die Investmentbank Credit Suisse First Boston sowie auf die Senkung der Gewinnschätzungen für amerikanische Technologieunternehmen durch Goldman Sachs. Nokia büssten 4,5 Prozent ein. Die Ericsson-Aktie fiel 2,5 Prozent, Siemens gaben 3,7 Prozent nach und Alcatel verloren 0,7 Prozent. Ebenfalls belastend habe sich die Gewinnwarnung des US-Softwareherstellers PeopleSoft für den Sektor erwiesen, hiess es weiter. Dies habe auch andere Softwareentwickler belastet. SAP notierten 5,3 Prozent schwächer.

Unter Abgaben litten auch Autowerte und Banktitel. Renault gaben 6,3 Prozent nach, DaimlerChrysler und Volkswagen verloren 2,3 und fast ein Prozent. Für etwas Aufhellung sorgten dagegen Öl- und Rohstoffwerte. Händler verwiesen dabei auf die gestiegenen Ölpreise sowie auf Sorgen über die weitere Entwicklung des Nahostkonfliktes.

LONDON. -Der FTSE-100-Index der Londoner Börse gab 0,39 Prozent auf 5251,4 Zähler nach. Unter Druck standen insbesondere Bankwerte, die von den Sorgen um steigende Zinsen in den kommenden Monaten belastet wurden. HSBC büssten über zwei Prozent ein. Kräftige Einbussen von über sechs Prozent mussten British Airways hinnehmen. Die Fluggesellschaft wird am Mittwoch die Passagier- und Transportzahlen für März 2002 veröffentlichen. Im Fokus der Anleger standen die Titel des grössten britischen Explorationsfirma Enterprise Oil, die rund 16 Prozent in die Höhe schnellten. Händler verwiesen auf die Ankündigung von Shell, Enterprise Oil übernehmen zu wollen. Shelll stiegen um ein Prozent.

PARIS. -An der Pariser Börse schloss der CAC-40-Index 1,29 Prozent tiefer mit 4627,33 Punkten. Laut Händlern führten die Titel des Autokonzerns Renault die Verlierliste an. Händler verwiesen auf Befürchtungen über eine Verwässerung des Wertes, nachdem die französische Regierung angekündigt hatte, über zehn Prozent des Staatsanteils verkaufen zu wollen. Unter Abgaben litten auch Technologiewerte. Cap Gemini, gaben über drei Prozent nach. Im Telekomsektor brachen France Telecom um fast fünf Prozent ein.

ZÜRICH - Der SMI-Index der Schweizer Standardwerte schloss 0,24 Prozent höher mit 6671,5 Punkten. Der Markt koppelte sich von der internationalen Entwicklung etwas ab. Im Vordergrund standen Spezialsituationen. Wieder unter Druck standen ABB, nachdem die Aktien des Elektrotechnikkonzerns am vergangenen Donnerstag gut gekauft worden seien. Spekulationen, dass das Unternehmen über die Osterfeiertage eine Lösung mit seinen Banken bezüglich des Drei-Milliarden-Dollar-Kredits findet, hätten sich nicht bewahrheitet. Statt dessen seien in der Wochenendpresse Artikel mit eher negativer Tendenz erschienen. ABB sackten 5,6 Prozent ab. Nach Börsenschluss teilte ABB eine Einigung mit den Banken mit.

AMSTERDAM - Der Niederländische Leitindex AEX gab 0,49 Prozent auf 528,60 Punkte nach. Philips, die ex Dividende gehandelt wurden, verloren 0,6 Prozent. Die Aktien des Chipproduzenten ASML sanken rund ein Prozent und DSM, die ebenfalls ex Dividende notierten, gaben 2,15 Prozent nach. Für etwas Aufhellung sorgten Royal Dutch, die 0,2 Prozent fester schlossen.

MADRID - An der Börse Madrid büsste der Ibex-35-Index 0,58 Prozent auf 8202,1 Zähler ein. Händler erklärten dies mit wieder zunehmenden Sorgen über die Krise in Argentinien. Die Telefonica-Aktie büsste 2,6 Prozent ein. Banco Bilbao Vizcaya und Banco Santander Central Hispano notierten gehalten. Händler erklärten, beide Banken hätten ihre jeweiligen Engagements in Argentinien bereits abgeschrieben.

MAILAND - Der Mailänder Mib30-Index verlor 0,48 Prozent auf 33.115 Punkte. Unter Druck standen Telekomwerte sowie Fiat. Telecom Italia verloren fast zwei Prozent und Telecom Italia Mobile 2,4 Prozent. Fiat büssten beinahe vier Prozent ein. Die Titel des Energiewertes Eni rückten 1,4 Prozent vor.

STOCKHOLM - Der DJ StoxxNordic-Index der skandinavischen Aktienmärkte schwächte sich um 1,18 Prozent auf 361,27 Zähler ab. Händler führten vor allem die schwachen Technologie- und Telekomwerte ins Feld. Neben den schwachen Nokia und Ericsson brachen auch Telia 5,7 Prozent ein.

WIEN - Die Wiener Börse präsentierte sich fester. Der ATX-Index legte 1,19 Prozent auf 1304,56 Zähler zu. Als Kurstreiber erwiesen sich Telekom Austria, die 4,4 Prozent kletterten. Auch Schwergewicht Erste Bank verbesserte sich um 1,6 Prozent.

BRÜSSEL - An der Börse Brüssel verlor der Bel-20 Index 0,51 Prozent auf 2755,05 Punkte. Die Liste der Verlierer führten die Titel von Agfa Gevaert an, die vier Prozent fielen. Der Einzelhandelswert GIB notierte zwei Prozent schwächer.

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