Schwächere Weltkonjunktur als Grund angegeben
Chinas Außenhandel wächst deutlich langsamer

China geht mit einem deutlich abgebremsten Außenhandel in die Welthandelsorganisation (WTO): Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag meldete, dürften die Ausfuhren der Volksrepublik in diesem Jahr nur noch um rund fünf Prozent wachsen.

afp PEKING. Im Jahr 2000 hatten Chinas Exporte noch stürmisch um 27,8 Prozent zugelegt. Als Ursache für die Verlangsamung wurde nun vor allem die weltweit schwächere Konjunktur genannt.

Xinhua zufolge dürften die Einfuhren in das bevölkerungsreichste Land der Welt in diesem Jahr noch um acht Prozent wachsen; ein Jahr zuvor waren es noch 35,8 Prozent gewesen. In den ersten elf Monaten des Jahres hatte das kommunistische China im Außenhandel nach ersten Angaben einen Überschuss von 20,4 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Von Januar bis November 2000 waren es noch 23,5 Milliarden Dollar gewesen.

Nach 15-jährigem Ringen war China vor zwei Wochen 143. WTO-Mitglied geworden. Dazu verpflichtete sich das Land unter anderem zum Abbau der hohen Importzölle. Sie machen es für ausländische Firmen vielfach unmöglich, Waren nach China einzuführen. Im Gegenzug bekommt China einen leichteren Zugang zu den Märkten der anderen WTO-Staaten. Der WTO-Beitritt war im November bei der Welthandelskonferenz in Doha besiegelt worden. Möglich wurde er nur, weil Peking auch dem Beitritt Taiwans zustimmte, das China nicht völkerrechtlich anerkennt und als abtrünnige Provinz betrachtet. Taiwan soll zum Jahreswechsel 144. WTO-Mitglied werden.

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