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Schwächerer Handelsauftakt

Bei den Nachrichten war es nicht anders zu erwarten. Sowohl der Nasdaq als auch der Dow Jones Index starten schwächer. Chip- und Computerwerte führen die Verliererlisten an. Kursverluste bei Intel und Microsoft ziehen Dow und Nasdaq Index in die Verlustzone. Die schlechte Entwicklung anderer PC-Werte tut ihr Übriges. Das Börsenbarometer der Technologiewerte belastet der Glasfasersektor zusätzlich. Schlechte Nachrichten bei Ciena sind der Auslöser.

Die Chip- und Computerwerte geraten nach den Gewinnwarnungen von Altera und Gateway unter Druck. Verantwortlich für die trüben Aussichten ist das für die Branche schlecht angelaufene Weihnachtsgeschäft. Der PC-Umsatz ging in den ersten beiden Novemberwochen um acht Prozent zurück.



Beide Unternehmen warnten die Anleger gestern nach Börsenschluss vor schlechten Geschäftszahlen für das laufende und folgende Quartal. Gateway reduzierte seine Gewinnschätzung für das laufende Quartal drastisch von 62 auf 37 Cents pro Aktie. Der PC-Hersteller rechnet nun mit einem Umsatz von 2,55 Milliarden Dollar und damit einer halben Milliarde Dollar weniger als ursprünglich erwartet. Lehman Brothers reduzierte das Kursziel von 85 Dollar auf 30 Dollar.



Altera

warnte die Investoren ebenfalls vor schlechter als erwarteten Quartalsergebnissen. Als Grund nennt der Computerchip-Hersteller die abflauende Nachfrage. Für die Anleger dürfte es bald zur Gewohnheit werden, denn Altera warnt bereits zum zweiten Mal in diesem Monat vor schlechteren Verkaufszahlen. Auch für Alteras Konkurrenten Xilinx geht es bergab.



Abgesehen von der schlechten Marktstimmung machen Dell negative Analystenkommentare zu schaffen. Lehman Brothers stufte sowohl die Aktie des weltgrößten Computerdirekt-Vertreibers als auch die Titel von Intel, Compaq und Micron Technologies von "kaufen " auf "outperformer" ab. Advanced Micro Devices und Micron Electronics werden von "outperformer" auf "neutral" abgestuft.



Die Einzelhandelswerte haben heute kein einfacheres Leben. Sorgenkind GAP warnte die Anleger vor schlechten Quartalszahlen. Die größte US-Bekleidungskette klagt bereits zum zweiten Mal in Folge übereine rückläufige Gewinnentwicklung. GAP unterrichtete die Anleger gestern nach Handelsschluss, dass die Umsatzzahlen im November um ein Prozent zurück gingen. Gerade die Verkaufszahlen bei den Tochterunternehmen Banana Republic und Old Navy haben der größten Bekleidungskette der USA geschadet. Wal Mart notiert ebenfalls schwächer.



Gute Nachrichten gibt es dafür von Juniper Networks und Ericsson. Der Netzwerkhersteller Juniper und das Mobilfunkunternehmen Ericsson gaben bekannt, künftig zusammen zu arbeiten. Im Rahmen des Joint Ventures wird eine Technik für die mobile Vernetzung entwickelt, die exklusiv von Ericsson vertrieben wird. Diese ist sowohl für Internetservice-Provider als auch für Mobilfunknetz-Betreiber interessant. Bereits am Dienstag hat James Parmelee vom Analystenhaus Credit Suisse First Boston die Juniper Aktie mit "aggressiv kaufen" bewertet.



Ciena

verlor über 13 Prozent an Wert. Ein Analystenkommentar brachte den Wert zum Absturz. Konkurrenten wie Lucent Technologies könnten den Hersteller von Glasfaserzubehör zwingen, Preise zu senken und Gewinnmargen zu reduzieren. Sprint, einer der größten Kunden von Ciena, wandert bereits zu Alcatel ab.

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