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Schwächerer Handelsstart

Die Wall Street eröffnet zum Wochenschluss schwächer. Die Gewinnwarnung von Mircrosoft belastet die Märkte. Der Softwarekonzern veröffentlichte gestern das erste Mal seit zehn Jahren eine Gewinnwarnung. In den vergangenen fünf Jahren waren Computer und Kommunikationswerte die treibenden Kräfte. Nun leiden sie unter dem kränkelnden US-Wirtschaftswachstum.

Die vorbörslich veröffentlichten Wirtschaftsdaten beeindruckten die Anleger am Morgen weniger. Wie bereits bei den Erzeugerpreisen bestätigen die Verbraucherpreise erneut eine Abkühlung der US-Konjunktur. Von Inflationstendenzen gibt es keine Spur.



Der Verbraucherpreisindex stieg im November wie von Experten erwartet um 0,2 Prozent an. Vor allem die hohen Preise für Tabak und Autos trieben den Indikator in die Höhe. Die Tabakpreise erreichten im vergangenen Monat das höchste Niveau seit April. Die um die volatilen Bereiche Lebensmittel und Energie bereinigte Kernrate legte um 0,3 Prozent und stieg damit 0,1 Prozent stärker als erwartet.



Positiv für die Wall Street sind die Realeinkommen ausgefallen. Sie fielen im November um 0,1 Prozent, nachdem sie im Oktober noch um 0,2 Prozent gestiegen waren. Am kommenden Dienstag wird nun die letzte Notenbanksitzung im laufenden Jahr stattfinden. Anleger und Investoren hoffen auf das Zeichen, dass die Alan Greenspan die Leitzinsen im kommenden Jahr senken wird.



Für höhere Umsätze an New Yorks Aktienmärkten dürfte zum Wochenschluss der dreifache Hexensabbat sorgen. Heute sind an den Terminbörsen sowohl die Optionen auf Aktien als auch die Optionen und Futures auf Indizes gleichzeitig fällig.



Microsoft

reduziert die Erwartungen für das zweite Quartal um fünf bis sechs Prozent. Als Begründung für das enttäuschende Ergebnis führt der Softwaregigant an, was wir in der Vergangenheit bereits so oft hörten: Es liege an der lahmenden US-Konjunktur. Die Aktie führt zur Stunde die Verlierliste der Dow Jones Werte an.



Den Dow-Gegenpol bildet Oracle. Der Wert steht im frühen Handel auf dem Siegertreppchen der 30 Standardwerte. Der Datenbankspezialist ist eines der wenigen Unternehmen, das Grund zur Freude hat. Oracle konnte die Gewinnerwartungen der Analysten um einen Cent übertreffen. Oracle erklärte erfrischender Weise, dass das Geschäftsergebnis nicht durch die Abkühlung der US-Konjunktur unter Druck geraten sei.



Adobe

konnte ebenfalls die Erwartungen der Analysten übertreffen. Zwar ging der Gewinn des Softwareherstellers im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 20 Prozent zurück, lag aber immer noch über den Prognosen. Die Aktie kann an Wert gewinnen.



Für die Aktie von Cisco geht es dagegen ins negative Terrain, nachdem der Vizepräsident Gary Daichendt seine Kündigung erklärte. Mit Daichendt verlässt bereits der zweite Topmanager in vier Monaten den Netzwerkausrüster. Die Anleger sind wenig erfreut.

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