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Schwarz-Gelb mit Umfrage-Mehrheit - Merkel skizziert Machtwechsel

Der kurze Aufwärtstrend der SPD in den Umfragen ist bereits wieder gestoppt. Währenddessen hat Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel in einem „Stern“-Interview den Handlungsrahmen nach einem möglichen Machtwechsel nach der Bundestagswahl 2006 umrissen.

dpa BERLIN. Der kurze Aufwärtstrend der SPD in den Umfragen ist bereits wieder gestoppt. Währenddessen hat Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel in einem "Stern"-Interview den Handlungsrahmen nach einem möglichen Machtwechsel nach der Bundestagswahl 2006 umrissen.

Wäre an diesem Sonntag Bundestagswahl, käme die SPD nach einer Forsa-Umfrage auf 31 Prozent und büßte damit im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt ein. Die Union stieg um einen Punkt auf 40 Prozent. Das berichteten das Magazin "Stern" und RTL am Mittwoch. Grüne blieben bei 11, FDP bei acht und PDS bei fünf Prozent. Damit hätte eine schwarz-gelbe Koalition wieder eine Mehrheit von 48 Prozent gegenüber einem Bündnis aus SPD, Grüne und PDS (zusammen 47).

Merkel äußerte sich in dem Interview allerdings nicht zu der Frage, wer für die Union als Kanzlerkandidat ins Rennen geht. In dem Interview setzte sich Merkel nach dem Gesundheitskompromiss mit der CSU für weitere Veränderungen in der Gesellschaft ein. Auf die Frage, ob der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber aus ihrer Sicht noch ein ernsthafter Kanzlerkandidat sei, antwortete Merkel: "Edmund Stoiber ist CSU-Vorsitzender und zwar ein sehr guter." Die Frage nach der Kanzlerkandidatur der Union sei zum falschen Zeitpunkt gestellt.

Das Werben um Änderungen müsse begleitet werden von einer Debatte über Werte und Wurzeln. "Das reicht vom Gottesbezug in der EU-Verfassung über die Frage, was Europa ist und ob die Türkei in die EU gehört, bis hin zu den Fragen des Lebens, der Sterbehilfe und des Umgangs mit Stammzellen", sagte die CDU-Chefin. Es müsse deutlich gemacht werden, dass es Grenzen gebe und dass man Wurzeln brauche. Die Menschen erwarteten neben Verlässlichkeit auch Fröhlichkeit.

Wenn der SPD-Partei - und Fraktionsvorsitzende Franz Müntefering sage, mit der Union werde alles noch schlimmer, konstatiere er, dass es bereits jetzt schon schlimm sei. Deutschland müsse von einem Kanzler regiert werde - so Merkel - der den Bürgern deutlich mache, er könne es auch schaffen.

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