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Schwarz Pharma im 2. Quartal wegen Sondereffekten mit Verlust

(dpa-AFX) Monheim - Der Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma < SRZ.ETR > ist im zweiten Quartal 2004 wie von Experten erwartet auf Grund von Sondereffekten in die Verlustzone gerutscht. Wie das Unternehmen am Montag in Monheim mitteilte, verzeichnete der Konzern einen bereinigten Verlust von 1,0 Millionen Euro. Damit fiel das Minus geringer aus als von Branchenexperten prognostiziert. Die zwölf von dpa-AFX befragten Analysten hatten mit einem Verlust von 7,18 Millionen Euro gerechnet. Im Vorjahreszeitraum hatte Schwarz Pharma noch einen Gewinn von 88,6 Millionen Euro verbucht. Die im Mdax notierte Aktie fiel im Auftakthandel um 0,38 Prozent auf 25,90 Euro.

(dpa-AFX) Monheim - Der Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma < SRZ.ETR > ist im zweiten Quartal 2004 wie von Experten erwartet auf Grund von Sondereffekten in die Verlustzone gerutscht. Wie das Unternehmen am Montag in Monheim mitteilte, verzeichnete der Konzern einen bereinigten Verlust von 1,0 Millionen Euro. Damit fiel das Minus geringer aus als von Branchenexperten prognostiziert. Die zwölf von dpa-AFX befragten Analysten hatten mit einem Verlust von 7,18 Millionen Euro gerechnet. Im Vorjahreszeitraum hatte Schwarz Pharma noch einen Gewinn von 88,6 Millionen Euro verbucht. Die im Mdax notierte Aktie fiel im Auftakthandel um 0,38 Prozent auf 25,90 Euro.

Der Umsatz halbierte sich auf 264,2 Millionen Euro und lag damit leicht über den Schätzungen der Analysten. Sie waren im Schnitt von 245 Millionen Euro ausgegangen. Das Betriebsergebnis sank im zweiten Quartal auf 2,2 Million Euro nach 149,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen begründete den Rückgang bei Umsatz und Ergebnis mit dem deutlich geringeren Umsatz mit dem Omeprazol-Generikum in den USA aufgrund der veränderten Konkurrenzsituation sowie weitaus höheren Ausgaben für die Forschung und Entwicklung.

Umsatz AM Oberen Rand DER Prognose

Schwarz Pharma erwartet für das Gesamtjahr einen Umsatz von 850 Millionen Euro. Zuvor hatte das Unternehmen einen Umsatz zwischen 800 und 850 Millionen Euro prognostiziert. Der Überschuss werde weiterhin "marginal positiv" gesehen. Die Kosten für Forschung und Entwicklung würden 170 Millionen Euro übersteigen, hieß es weiter.

In dem wichtigen Pharmamarkt USA lag der Umsatz im ersten Halbjahr mit 222,0 Millionen Euro um 68,4 Prozent niedriger als in der Vergleichsperiode. Dies sei vor allem auf den erwarteten Umsatzrückgang des Omeprazol-Generikums der US-Tochter Kudco zurückzuführen, hieß es. Nach wie vor sei Omeprazol mit 142,3 Millionen Euro der wesentliche Umsatz- und Ergebnisträger der Monheimer. Im ausgewiesen Umsatz seien auch 32,6 Millionen Euro für die teilweise Auflösung für Rückstellungen wegen der Veränderungen auf dem Omeprazol-Markt enthalten.

Der Säure-Hemmer Omeprazol zur Behandlung von Sodbrennen ist ein Nachahmerpräparat des Magenmittels Prilosec des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca < AZN.ISE > < AZN.SSE > < ZEG.FSE > und hatte Schwarz Pharma im zweiten Quartal 2003 zu einem kräftigen Gewinnplus verholfen. Die Omeprazol-Umsätze sind jedoch seit August 2003 durch den Markteintritt von Konkurrenzunternehmen wie Mylan und der Novartis-Tochter Lek < Novn.VTX > < NOT.FSE > kräftig unter Druck geraten.

Auf Grund positiver Studienergebnisse von Rotigotine will Schwarz Pharma die Zulassung für das Parkinson-Pflaster im dritten Quartal stellen. In der letzten Entwicklungsphase befänden sich Projekte zur Harninkontinenz, Epilepsie und zum neuropathischen Schmerz. Insgesamt entwickelt das Unternehmen nach eigenen Angaben sieben Projekte im Bereich der Neurologie und Urologie.

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