Schwarze Null noch möglich
Loewe setzt auf zweites Halbjahr

Der Unterhaltungselektronikhersteller Loewe hofft nach Verlusten in der ersten Jahreshälfte auf einen kräftigen Verlustabbau im zweiten Halbjahr und hält 2003 operativ eine "schwarze Null" noch für möglich.

Reuters BERLIN. Es werde in der zweiten Jahreshälfte einen positiven Ergebnisbeitrag geben, sagte Vorstandschef Rainer Hecker kurz vor Beginn der Internationalen Funkausstellung (IFA) am Donnerstag in Berlin. Ziel sei ein ausgeglichenes Ergebnis für das Gesamtjahr. Ob dies erreicht werde oder aber ein Minus in einem niedrigen einstelligen Millionenbereich herauskomme, sei nicht abzusehen.

In den ersten sechs Monaten musste Loewe ein Umsatzminus von 25 % auf 132 Mill. ? und einen Verlust vor Zinsen und Steuern in Höhe von 9,2 Mill. ? hinnehmen. Der Konzern hatte daraufhin Anfang August einen operativen Jahresverlust als wahrscheinlich bezeichnet.

"Wir haben ganz klare Maßnahmen ergriffen", erläuterte Hecker. Das Unternehmen sei restrukturiert und die Produktion durch ein neues Arbeitszeitmodell flexibler geworden. Auch auf Lieferantenseite hätten Kosten gesenkt werden können. Weitere Sparpakete plant der Vorstand nach eigenen Angaben nicht. "Wir werden dann wieder wachsen und profitabel sein, wenn wir mit neuen Produkten den Markt erreichen", sagte Hecker, der erst vergangene Woche Berichte über einen unmittelbar bevorstehenden Rückzug vom Chefsessel dementiert hatte. Die IFA werde zeigen, ob der Absatz wieder anziehe. Letztlich hänge die weitere Entwicklung jedoch vom Verbraucherverhalten ab.

Loewe leidet unter der allgemeinen Konjunkturflaute und Verlusten der italienischen Tochtergesellschaft. Im laufenden Jahr hat die im SDax gelistete Gesellschaft bereits zweimal ihre Jahresprognosen nach unten korrigiert. Die Loewe-Aktie notierte am frühen Nachmittag mit 9,53 ? gut vier Prozent im Plus.

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