Schwarze Schafe bedrohen die gesamte Branche
Rabattmarken werden in Deutschland per SMS verteilt

Werbung per Kurznachrichten-Dienst (SMS) wird in Deutschland mit dem Wegfall des Rabattgesetzes vermutlich stark zunehmen. Das Handy werde dann "das natürliche Instrument, um Gutscheine und Rabattmarken zu verteilen", sagte der Vizevorsitzende der Wireless Advertising Association (WAA), Cyriac Roeding.

ddp MÜNCHEN. Bisher sei diese Werbeform noch etwas für große Firmen wie McDonalds, die mittels SMS ihren Markennamen stärken wollten. Das Medium SMS eigne sich hervorragend für Werbung, sagte Roeding.

Über das Handy könne ein Unternehmen eine junge Zielgruppe im Alter zwischen 14 und 29 Jahren erreichen, die sie über das Fernsehen schon nicht mehr ansprechen könnten. Junge Menschen seien heute viel mehr unterwegs als früher. Mit dem Handy könne der Werber zudem besonders nah an den Kunden herankommen, "bis in die Hosentasche", sagte Roeding. SMS-Werbung habe deshalb die gleichen Effekte wie one-to-one Marketing, der potenzielle Kunde könne zum Beispiel direkt reagieren, koste den Werber jedoch nicht mehr als übliches Massenmarketing etwa über Fernseh- oder Radiospots.

Gleichzeitig bedrohten schwarze Schafe die gesamte Branche, sagte Roeding. Anbieter, die lediglich versuchten über teure 0190er Nummern Geld zu verdienen, ohne den Kunden etwas zu bieten, seien ein Albtraum. Firmen, die so arbeiten, würden deshalb aus der WAA ausgeschlossen, und die Vereinigung organisiere Öffentlichkeitsarbeit gegen die schwarzen Schafe. Die Wireless Advertising Association hat nach eigenen Angaben rund 400 Mitgliedsunternehmen weltweit. Dazu gehören namhafte Firmen wie Microsoft , Nokia und AOL . Ziel des Verbandes ist es, der Werbung über die Mobilfunknetze zum Durchbruch zu verhelfen und gleichzeitig Belästigung durch unerwünschte Werbung (Spam) zu vermeiden.

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