Schwarze Zahlen für 2002 angestrebt
ID Media plant Umsatzsteigerung von 40 Prozent

vwd BERLIN. Der Internetdienstleister ID Media AG, Berlin, plant für das laufende Geschäftsjahr eine Umsatzsteigerung von 40 % und ein "deutlich besseres Ebit". Allerdings werde das Ergebnis noch im negativen Bereich liegen, sagte Vorstandsvorsitzender Bernd Kolb am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz in Berlin. 2002 werde das Unternehmen dann mindestens eine "schwarze Null schreiben", sagte Kolb. Es gebe keinen Grund, von den schon zum Börsengang gemachten Prognosen abzurücken. Am Morgen hatte das Unternehmen für 2000 ein Umsatzwachstum von 155 % auf 77,8 Mill. DM sowie ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von minus 17,5 Mill. DM gemeldet.

Bei der Vorstellung der Segmentergebnisse sagte Finanzvorstand Jürgen Schrief, dass das einzige bislang profitable Geschäftsfeld ID Services seine Gewinnmarge auf 14 von 11 % gesteigert und ein Ergebnis von 4,1 Mill. DM erreicht habe. Deutlich schlechter fiel hingegegen das Segment ID TV aus, das diesmal ein Minus von 7,9 Mill. DM nach plus 6,5 Mill. DM ausweisen musste. Grund für diesen Absturz seien aber außerordentlichen Einnahmen im vergangenen Jahr durch den Verkauf von Lizenrechten an einem Avatar gewesen. Bereingt um diesen Effekt sei auch dieses Segment gewachsen, sagte Kolb. Gleichzeitig räumte er aber ein, dass sich das Geschäft von ID TV schlechter als erwartet entwickele. Dies hänge aber mit der schleppenden Entwicklung des gesamten Breitbandnetzes in Deutschland zusammen.

Zu den Berichten des Vorjahres über einen vermeindlichen Wechsel des ID Media-Vorstandsvorsitzenden zur T-Online AG sagte Kolb, dass "man sich kennengelernt habe". In der damaligen Situation von T-Online sei es naheliegend gewesen, welche Möglichkeiten einer "noch engeren Verzahnung" zwischen beiden Unternehmen es gegeben hätte. Die Gespräche seien zum Teil "unglücklich verlaufen", die Geschäftsbeziehung habe aber keinen Schaden genommen, was an den zahlreichen gemeinsamen Projekten zu sehen sei. Kolb schloss für das kommende Jahr Akquisitionen nicht aus, da es sicherlich einige "günstige" Möglichkeiten geben werde. Der Cash-Bestand liege bei 55 Mill. DM, hinzu kämen noch 20 Mill. DM werthaltige Forderungen.

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