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Schwarzer Freitag

Gut, dass am Samstag der irische Feiertag St. Patricks Day ist. Reichlich Guinness Bier wird den Schmerz einer erneut schwierigen Börsenwoche wenigstens etwas lindern. Der Nasdaq Index rutscht zum Wochenausklang erstmals seit November 1998 unter die Marke von 1.900 Punkte. Seit mittlerweile sieben Wochen in Folge fällt der Index wie ein Stein. Eine derart langatmige Verlustphase gab es das letzte Mal 1980.

Bedenken, dass das Ertragsumfeld für Technologiewerte nun auch in Europa unter die Räder gerät, überschattet den Sektor. Die Ertragswarnungen aus Europa, ob von Ericsson, Siemens oder zum Wochenausklang, auch von dem Chiphersteller ASM lassen bei der Analystenwelt die Alarmglocken läuten. Zudem signalisierten auch Cisco und Oracle nachlassende Nachfrage in Europa. Ein Markt, der sich bisher als stabil erwies.



Doch nicht nur die Technologiewerte blicken auf eine schwierige Woche zurück, auch den Werten der "Old Economy" ging es an den Kragen. Der Dow Jones Index schloss auf 9827 Zählern, weit unter der 10.000-Punkte-Marke. Ihn kostete der Freitag 203 Punkte. IBM, 3M und Merck lasteten schwer.



So verloren die Aktien von Boeing im Wochenverlauf 17 Prozent, während die Aktien von United Technologies rund 12 Prozent einbüßten. Investoren befürchten, dass das schwächere Konjunkturwachstum die noch relativ gesunden Ergebnisse der Standardwerte belasten könnte. Angefacht wurden die Bedenken unter anderem durch Ertragswarnungen bei McDonalds oder Clorox.



Marktbeobachter spekulieren jetzt, dass die Kapitulationsphase schon begonnen hat. Immerhin blickt auch der Dow Jones Index auf die schlechteste Woche seit Oktober 1998 zurück. Gegenüber der Vorwoche schloss er sieben Prozent schwächer. In den letzten Handelsminuten am Freitag hatten die Verluste deutlich zugenommen, was eine alte Börsenregel bestätigt. An einem dreifachen Hexensabbat tendiert der Aktienmarkt in der letzten Stunde so wie in der ersten Stunde. Und die war auch an diesem Freitag schwächer!

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