"Schwarzer Montag" steht bevor
Hang-Seng-Index trotz guter Microsoft-Zahlen auf Talfahrt

Trotz guter Zahlen des US-Softwarekonzerns Microsoft hat die Hongkonger Börse im Handelsverlauf am Donnerstag äußerst schwach tendiert.

Reuters HONGKONG. Trotz guter Zahlen des US-Softwarekonzerns Microsoft hat die Hongkonger Börse im Handelsverlauf am Donnerstag äußerst schwach tendiert. Der Hang-Seng-Index beendete die erste Sitzungshälfte zwei Prozent niedriger auf 14 173 Zählern. Händler begründeten die Verluste mit der schlechten Vorgabe der US-Börsen. Außerdem stehe der Jahrestag des so genannten "Schwarzen Montags" bevor, hieß es. Vor 13 Jahren (19. Oktober 1987) war der Dow-Jones-Index um 508 Punkte oder 22,6 % in die Tiefe gestürzt. Das war der größte Prozentverlust in der Geschichte des Börsenbarometers. Händler sprachen von einem insgesamt nervörsen Geschäft.

Die Börse in Hongkong habe nicht von den guten Micorosoft-Zahlen profitieren können, hieß es. Die Erholung des Dow-Jones-Indexes im Handelsverlauf am Vortag und die guten Ergebnisse der US-Hochtechnologieunternehmen könnten jedoch die hohen Verluste des Hang-Seng-Indexes in der zweiten Sitzungshälfte begrenzen, sagte ein Börsianer. Auf der Verliererseite ragten die Indexschwergewichte heraus. HSBC fielen um 3,7 %, China Mobile um gut ein Prozent und Hutchison Whampoa um 1,7 %. Angesichts der Unsicherheit an den Aktienmärkten wollten Fondsmanager ihre Barreserven erhöhen und verkauften deshalb diese Aktien, hieß es.

Führende US-Technologiekonzerne haben am Mittwoch mit ihren Quartalszahlen teils über und teils unter den Erwartungen der Analysten gelegen. Während der Software-Riese Microsoft, der Computer-Produzent Sun Microsystems sowie der Internet-Anbieter America Online (AOL) mehr verdienten als von den Experten prognostiziert worden war, blieb der Computer-Hersteller Apple hinter den Erwartungen zurück. Der Chip-Produzent Texas-Instruments erzielte eine Punktlandung. In den vergangenen Tagen hatten die Quartalszahlen großer US-Technologiekonzerne immer wieder zu heftigen Kursbewegungen an den weltweiten Aktienbörsen geführt.

Die Wall Street hatte am Mittwoch schwächer, aber deutlich über ihren Anfangsverlusten geschlossen. Der Dow-Jones-Index schloss mit einem Minus von 114,69 Punkten oder 1,14 % auf 9975,02 Zählern und damit zum ersten Male seit März unter 10 000 Punkten. Im Verlauf war der Index bis auf 9651 Punkte gesunken. Der technologielastige Nasdaq-Index fiel 1,32 % auf 3171,40 Zähler.

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