Schweden fertigt Japan ab
Österreich sorgt gegen Kanada für Paukenschlag

Das Team Austria hat bei der Eishockey-Weltmeisterschaft für die erste große Überraschung gesorgt. Gegen den Titelverteidiger Kanada erkämpfte sich das Team aus der Alpenrepublik sensationell ein 2:2 (1:0, 1:0, 0:2) und sicherte sich damit bereits nach dem zweiten Gruppenspiel die Teilnahme an der Zwischenrunde.

HB PRAG. Dabei brachten die Österreicher die hochfavorisierten Kanadier sogar an den Rand einer Niederlage, führten sie doch nach dem zweiten Drittel noch 2:0 - es wäre die erste in 18 Vergleichen der beiden Länder gewesen. Erst eine Energieleistung der Ahornblätter verhinderte die totale Blamage für das Team, das allerdings mit der Hypothek des Schocks über die krankheitsbedingte Abreise von Trainer Joel Quenneville in Spiel gegangen war. Jungstar Dany Heatley sicherte der Mannschaft aus dem Eishockey-Mutterland erst vier Minuten vor Schluss zumindest den Teilerfolg, nachdem dem ansonsten überragenden österreichischen Torwart Reinhard Divis ein Schuss irgendwie noch aus der Hand gerutscht war und der Kanadier den Puck über die Torlinie stocherte. Dennoch bot der Goali, NHL-Profi von den St. Louis Blues, insgesamt eine Weltklasseleistung.

Vor 10 000 Zuschauern in der Sazka-Arena in Prag hatten zuvor Andre Lakos (16.) und Jungstar Thomas Vanek (24.), als erster Österreicher überhaupt in der ersten Runde des NHL-Drafts gezogen, den Außenseiter sensationell in Führung gebracht. Der ausschließlich mit NHL-Profis besetzte Weltmeister und Olympiasieger enttäuschte zwei Drittel lang auf ganzer Linie. Erst nach dem Anschlusstreffer durch Matthew Cooke (51.), der ausgerechnet in österreichischer Überzahl fiel, drehte das Team richtig auf und war nach dem Ausgleich (56.) in den letzten Minuten sogar noch drauf und dran, das Spiel ganz zu ihren Gunsten zu drehen.

Österreich, Gastgeber der WM 2005, hatte sein Auftaktmatch in der Gruppe D gegen Aufsteiger Frankreich in überzeugender Manier 6:0 (2:0, 1:0, 3:0) gewonnen und ist damit sicher in der Zwischenrunde. Dort wäre im Fall des deutschen Weiterkommens die DEB-Auswahl einer der Gegner.

Den Sprung unter die besten Zwölf schaffte auch Schweden. Der siebenmalige Weltmeister machte mit den Japanern kurzen Prozess und siegte nach dem 5:1 zum Auftakt über Dänemark am Sonntag erneut 5:1 (2:1, 2:0, 1:0) gegen den Abstiegskandidaten Japan.

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