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Schwedens Regierungschef Persson spricht mit GM über Saab-Zukunft

Schwedens Ministerpräsident Göran Persson will nächste Woche persönlich mit der europäischen Führung des US-Konzerns General Motors Co. (GM) über deren Sparpläne sprechen.

dpa-afx STOCKHOLM. Schwedens Ministerpräsident Göran Persson will nächste Woche persönlich mit der europäischen Führung des US-Konzerns General Motors Co. (GM) über deren Sparpläne sprechen. Persson bestätigte am Mittwoch gegenüber der Wirtschaftszeitung "Dagens Industri" in Stockholm ein Treffen am Freitag kommender Woche (29. Oktober) an einem nicht genannten Ort in der Schweiz. Die GM-Europazentrale befindet sich in Zürich.

Von den GM-Plänen sind in Schweden knapp 6 000 Beschäftigte beim Tochterunternehmen Saab betroffen. Hier steht neben bisher angekündigten 540 Stellenstreichungen vor allem die Frage an, ob langfristig der Bau der 9er-Reihe von Saab sowie des Opel Vectra in Trollhättan bei Göteborg oder bei Opel in Deutschland angesiedelt wird. GM will wegen Überkapazitäten die Produktion auf einen der beiden bisherigen Standorte konzentrieren.

Persson sagte, es werde bei seinem Gespräch in der Schweiz "keine Sensationen geben". Über die Konkurrenz zwischen Opel und dem schwedischen Saab-Sitz meinte der sozialdemokratische Politiker der Nachrichtenagentur TT: "Wir können nicht eine Art Auktion gegen den deutschen Staat veranstalten. Das wäre völlig wahnsinnig." Vielmehr müsse man mit GM einen Dialog führen. "Wir sind zu einer Partnerschaft innerhalb des Rahmens bereit, den die EU für die Stützung weiterer Produktion zulässt."

Bei Saab hatten sich am Vortag insgesamt 4 000 Beschäftigte an zwei "Informationsveranstaltungen" wie an weiteren zehn europäischen GM - Standorten beteiligt. Den Produktionsausfall während dieser Zeit bezifferte die Werksleitung auf 68 Autos.

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