Schwedische GM-Tochter plant deutliche Erhöhung der Verkaufszahlen
Saab will schwarze Zahlen in Deutschland

Nach vielen verlustreichen Jahren will die Saab Deutschland GmbH in diesem Jahr erstmals wieder leicht schwarze Zahlen schreiben. Dies versprach Johannes Cürten, der Deutschland-Geschäftsführer des Unternehmens am Montag Abend bei der Vorstellung der neuen Sportlimousine.

hof FRANKFURT/M. Das neue Modell, ein in den vergangenen Monaten ausgewechseltes Management und eine neue Händlerstruktur sollen die Tochter des amerikanischen GM-Konzerns in Deutschland dauerhaft in der Gewinnzone halten.

Insgesamt strebt der schwedische Autobauer, wie Saab-Chef Peter Augustsson kürzlich betonte, ab 2003 schwarze Zahlen an. Die Hoffnungen von Saab ruhen dabei auf dem neuen Auto Saab 9-3, das ab Mitte des Monats gegen die Mercedes C-Klasse, den Audi A 4 und besonders die BMW 3er-Serie antreten wird.

Trotz der späten Markteinführung will Cürten von dem Modell, dem im Herbst 2003 ein Cabrio sowie 2004 ein Kombi und ein geländetaugliches Allradantrieb-Fahrzeug folgen soll, bis zum Jahresende noch 2 000 Autos in Deutschland verkaufen. Gelingt ihm das, würde Saab bei den Zulassungszahlen wahrscheinlich zum zweiten Mal in Folge zweistellig wachsen. Allerdings auf niedrigem Niveau. Wurden im vergangenen Jahr 8 150 Fahrzeuge verkauft, so sollen es 2003 11 000, 2005 aber immerhin 20 000 werden. Von der neuen Sportlimousine verspricht sich Saab weltweit eine Steigerung der Verkaufszahlen in der Gruppe um mehr als 50 % auf 200 000 Fahrzeuge bis zum Jahr 2005.

Für die Schweden, die nicht gerade für ihre Modellvielfalt verschrieen sind, wird mit dem 9-3 "die größte Modelloffensive in der Geschichte eingeleitet". In Deutschland soll sie einhergehen mit einer Optimierung des Händlernetzes. 121 Vertragspartner und 24 Werkstätten fand Cürten bei seinem Start an der Spitze der Saab Deutschland GmbH vor, rund 50 % davon werden ausscheiden. Mit zum Teil neuen Investoren will er ein Netz von 150 Stützpunkten aufbauen.

Deutschland ist nach den USA und dem skandinavischen Heimatmarkt einer der wichtigsten Regionen für die Schweden, die unter der Regie von GM zur Premiummarke aufgebaut werden. Nachdem der Saab 9-3 auf einer gemeinsamen Architektur mit dem Vectra der Konzernschwester Opel gebaut ist, wird nun an einem neuen Oberklasse-Modell gearbeitet. Dieses soll auch die Plattform für einen neuen Alfa Romeo bieten. An der Alfa-Mutter Fiat besitzt GM aktuell 20 %.

Quelle: Handelsblatt

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