Schweickart kritisiert Gesundheitspolitik
Altana: Großinvestition nicht zwingend in Deutschland

Der Bad Homburger Pharma- und Spezialchemiekonzern Altana wird seine nächste Großinvestition nach den Worten von Vorstandschef Nikolaus Schweickart nicht zwangsläufig in Deutschland tätigen. "Ob Deutschland besonders gute Karten hat, wage ich zu bezweifeln", sagte Schweikart der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) (Dienstagsausgabe).

Reuters FRANKFURT. Der FAZ zufolge steht im nächsten Jahr die Entscheidung über den Bau einer neuen Pharmafabrik an, die rund 100 Mill. Euro kosten soll.

Schweickart kritisierte der Zeitung zufolge zudem die Gesundheitspolitik der Bundesregierung scharf. Diese betrachte innovative Medikamente einseitig als Kostenfaktor und sehe nicht, dass Nachahmerprodukte, so genannte Generika, die Krankenkassen nur kurzfristig entlasteten, zitierte die Zeitung den Altana-Chef. Es stelle sich die Frage, ob die Regierung eine international konkurrenzfähige Forschung und Bildung überhaupt wolle. "Kopien haben noch nie Fortschritt erzeugt", sagte Schweikart in dem Gespräch, das in großen Teilen in indirekter Rede wiedergegeben wurde.

Schweikart sagte der FAZ zufolge weiter, das Unternehmen sehe Parteispenden, anders als das Sponsoring im Profisport, als Teil eines gesellschaftlichen Auftrages. Empfänger seien traditionell CDU und FDP, die in diesem Jahr zusammen rund 220 000 Euro erhalten hätten.

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